Unvergessene Kultmarke

Am Sonntag ab 10 Uhr zeigen die PS-starken Schlüter-Schlepper bei Vorführungen, was sie drauf haben. Um das leibliche Wohl kümmert sich der Verein "Oberpfälzer Schlüterfreunde Weiden". Bild: war

Traktoren der Marke Schlüter haben auch über zwei Jahrzehnte nach der Werksschließung viele Fans. Die "Oberpfälzer Schlüterfreunde Weiden e.V. " veranstalten zum zweiten Mal seit ihrer Vereinsgründung 2011 ein Treffen unter Gleichgesinnten.

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 23. August, um 9 Uhr in Maierhof. Von 10 bis 12 Uhr und ab 14 Uhr sind Vorführungen verschiedener Traktoren, wie Bodenbearbeitung, grubbern und ackern, eingeplant. In der Mittagspause ist für Essen und Trinken vorgesorgt, ein Wirtschaftsgebäude der Familie Heiß ist für Schlüter-Fans und Besucher hergerichtet.

Großer Andrang erwartet

"Vom Wetter her sieht es gut aus. Wir erwarten zahlreiche befreundete Schlüter-Clubs, unter anderem aus Freising", freut sich Vorsitzender Martin Görl aus Ullersricht, bei dem die Fäden für die Organisation zusammenlaufen. Beim ersten Treffen 2011 auf dem Beutner-Gelände in Etzenricht waren trotz schlechter Witterung 800 Besucher gekommen. Schlüter-Anhänger reisten aus dem Donaumoos, aus Göppingen, aus München und aus dem Fränkischen an. Beteiligt waren Zugmaschinen der Baujahre 1945 bis 1993. Die Stadtnähe und die Anbindung über den Radweg verspricht diesmal eine ähnliche Frequenz.

Seit 2011 sind die Freunde der Marke in der Region als Verein organisiert. Vorsitzender ist Martin Görl, Stellvertreter Christian Beutner, Schatzmeisterin Silvia Miedaner, Schriftführerin Kerstin Gerstmann. Als Beisitzer fungieren Gerhard Striegl, Josef Wenzl und Andreas Market. Die Kasse prüfen Norbert Bergler und Gerhard Striegl. Das Hauptaugenmerk gilt der Modellpflege, Instandhaltung und Restauration der landwirtschaftlichen Kultfahrzeuge, auch nach der Schließung des Freisinger Werkes. Die Experten sehen Schlüter so: Die Marke sei in punkto Technik immer ihrer Zeit voraus gewesen. Dennoch ging die Nachfrage immer weiter zurück.

In den 90er Jahren verkaufte der Freistaat Bayern das Schlüter-Gut an die Molkerei Weihenstephan, weil sich kein Nachfolger für die Produktion gefunden hatte.
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