Veränderungen im Lesecafé

Auch im Lesecafé der Regionalbibliothek stehen Änderungen an. Ingrid Schieder, die in den letzten Jahren von ihrem Ehemann Fritz unterstützt wurde, scheidet aus Altersgründen zum Jahresende aus (wir berichteten).

Zur gleichen Zeit wird sich auch Stefana Wildenauer aus dem Betreiberteam zurückziehen, was bei ihr allerdings andere Gründe hat. Sie hat sich über das Verhalten der Stadt angesichts der sechswöchigen Schließung so geärgert, dass sie einen Schlussstrich ziehen will. "16 Jahre lang habe ich diesen Job gemacht", sagt sie im Gespräch mit dem Neuen Tag. "Wir waren immer da, wenn es um Veranstaltungen in der Regionalbibliothek ging und wir haben bei unseren Kunden auch einen guten Ruf." Doch die Entschädigung vonseiten der Stadt für die Schließung sei so gering ausgefallen, dass diese nicht einmal die Kosten gedeckt habe. Stefana Wildenauer moniert zudem eine "geringe Wertschätzung" angesichts des enormen Einsatzes, den die Familien erbringen. Die Konsequenz: Sie scheidet aus, wenn auch mit einem weinenden Auge. "Mein Herzblut steckt in dem Lesecafé."

"Sie war ein Zugpferd, hat immer ausgefallene Speisen zubereitet", bedauert Ingrid Franz diese Entwicklung. "Jetzt sind wir nur noch zu viert." Was ihr Sorgen bereitet: Durch die sechswöchige Schließung der "Regi" sei die Kundenzahl im Café stark eingebrochen. Ob sich das so schnell bessern wird, erscheint ihr fraglich. "Jetzt heißt es erst einmal abwarten."

Zwei Änderungen für 2015 stehen aber bereits fest: Das Lesecafé macht am Donnerstag bereits um 18 Uhr dicht und bleibt samstags geschlossen. Die "Regi" hatte bisher die Kosten für die Musiker beim "Frühstück mit Musik" am Samstag übernommen. Das wird gestrichen. Die Besucherzahlen dürften damit noch weiter sinken. Ingrid Franz: "Das rentiert sich für uns nicht mehr." (ps)
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