Verärgert über Eilentscheidung

Der Personalmangel im Bauamt macht sich immer stärker bemerkbar. Er kann von den wenigen Mitarbeitern nicht mehr kompensiert werden. Die Bearbeitung der Anträge zieht sich in die Länge. Selbst nach Wochen und teilweise Monaten schafften es Anträge nicht auf die Tagesordnung des Bauausschusses und auch nicht in den Ferienausschuss. Aber dann waren sie ganz "pressant": Acht Eilentscheidungen traf Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Die Stadträte wurden darüber lediglich "informiert". Das sorgte im Bau- und Planungsausschuss am Mittwoch für mächtig Ärger. Die Stadträte fühlten sich übergangen. Karl-Heinz Schell (SPD) sprach von einer "Unverschämtheit der Verwaltung", der Bauausschuss werde ausgehebelt, überflüssig gemacht. Die meisten Stadträte, die inzwischen von den wartenden Antragstellern mit Anrufen und Bittgängen bombardiert werden, zeigten sich von der hohen Zahl der Eilentscheidungen zumindest "verwundert". Alois Lukas (CSU) erinnerte daran, dass früher meist nur Bauvorhaben in den Ferienausschuss kamen, die eine gewisse Brisanz hatten.
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