Verbraucherschutz - nicht für alle?

Hans-Jürgen Nägerl hat nichts gegen Verbraucherschutzgesetze. Ganz im Gegenteil. Doch er findet, dass sie für alle gelten müssen. Er erzählt eine kleine Geschichte, um die Ungleichbehandlung zu dokumentieren: Er und eine Bekannte brauchen beide Nuss-Gugelhupf, er für sein Restaurant, sie für das Fest irgendeines Vereines. Sie beschließen, die Kuchen gemeinsam zu backen. Zwei behält er, zwei nimmt sie zum Verein mit. Und weil Nüsse zu den allergenen Stoffen zählen, muss er sie explizit auf seiner Karte als solche Kennzeichnen, seine gute Bekannte, die die Kuchentheke bei einem Vereinsfest bestückt, hingegen nicht. "Da frage ich mich schon: Lösen Nüsse nur bei mir im Lokal Allergien aus, beim Sportverein oder bei der Feuerwehr aber nicht?" Hans-Jürgen Nägerl nennt das schlicht und einfach "grotesk". Unmissverständlich stellt er klar, was er sich wünscht und erwartet: "Das muss entweder für alle gelten oder für gar keinen", sagt der Bezirksvorsitzende des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands. (san)
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