Verdi-Senioren hören Vorträge im Zebisch-Heim
Plötzlich Pflegefall

Den Referentinnen Silvia Zeitler und Petra Gierhardt (von links) dankte Manfred Haberzeth von den Verdi-Senioren. Bild: R. Kreuzer
In 15 Jahren soll es eine Million mehr Pflegebedürftige geben als heute. Eine spürbare Ausweitung der Leistungen forderte daher Manfred Haberzeth, Vorsitzender des Verdi-Seniorenausschusses. Was bedeutet das aber für die Betroffenen und ihre Familien? "Plötzlich Pflegefall - und dann?" - so lautete der Titel einer Veranstaltung der Verdi-Senioren im Franz-Zebisch-Heim.

Leiterin Silvia Zeitler sagte, dass Pflegebedürftige Anspruch auf Hilfe, Unterstützung und Beratung hätten. Sie stellte den Besuchern ihr Haus vor, betonte, dass 74 Mitarbeiter beschäftigt seien, davon zehn 10 Betreuer im Geronto-Sozialbereich. Der Mehrzweckraum sei kürzlich umgebaut, der Wintergarten vergrößert worden. "Die Pflege steht vor einer großen Herausforderung", erklärte sie. "Der stark steigenden Zahl der pflegebedürftigen Menschen stehen immer weniger qualifizierte Pflegekräften gegenüber." Auch die Familien können eine Versorgung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen nur noch bedingt leisten. Zeitler erklärte den Weg vom Schnellantrag und der Einstufung, die oft noch im Krankenhaus geschieht bis hin zum Einzug ins Seniorenheim.

Die neue Pflegereform führt laut Zeitler zur besseren Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf. "Meist sind die Heime voll belegt, auch bei uns gibt es bereits Wartelisten." Alle Pflegebedürftigen hätten Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen. Bislang galt das nur für Menschen mit "erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz" (Demenz oder psychische Erkrankungen).

Pflegedienstleiterin Petra Gierhardt stellte die vier Pflegestufen vor und legte den Schwerpunkt auf die Abwicklung des Alltags im Haus.
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