Verdi-Senioren planen Programm 2016 - Bundeskongress: Haberzeth trifft Bsirske
Fairer Handel und unfaire Armut

Gemeinsam stark: Mit Bundesvorsitzendem Frank Bsirske (rechts) erörterte Manfred Haberzeth, Vorsitzender der Verdi-Senioren in der Region, auch Themen aus der nördlichen Oberpfalz. Bild: hfz
Information zu wesentlichen sozialen, gesellschaftlichen und gewerkschaftlichen Entwicklungen - das haben sich die Verdi-Senioren in der nördlichen Oberpfalz auf die Fahnen geschrieben. Für über 1100 stimmten sich die Verantwortlichen unter Vorsitz von Manfred Haberzeth jetzt zum Jahresprogramm 2016 ab. So gibt es über das Jahr verteilt wieder vier Versammlungen zu den Schwerpunktthemen "Flucht und Vertreibung" und "Finanzentwicklung im Gesundheitswesen" sowie aktive Mitwirkung bei der Kampagne gegen Altersarmut. Dazu kommt der Jahresabschluss mit Rückblick. Zwei Ausflüge nach Pilsen und in die fränkische Schweiz runden das Programm ab.

Die Verdi-Senioren beteiligen sich an der Demo gegen TTIP am Samstag, 10. Oktober, in Berlin. Heinz Gerstenberger hat dazu ein Infoblatt erstellt. Eindringlich weist er darauf hin, dass mit TTIP Abschied genommen werde von einer demokratischen Einflussmöglichkeit auf elementare Lebensgrundlagen der Menschen. "Die Gesellschaft soll marktkonform geformt werden. Alles was Kosten verursacht, wird der politischen Entscheidung entzogen. Ob Daseinsvorsorge oder Klimawandel, soziale Entwicklungen oder Verbraucherinteressen - Investorenschutz schlägt Demokratie." Dieser Entwicklung müsse Einhalt geboten werden, fordern die Verdi-Senioren. Haberzeth, einer von fast 1000 Delegierten beim Bundeskongress in Leipzig, berichtete beim Vorstandstreffen über wichtige Beschlüsse und Weichenstellungen für die künftige Arbeit. Er zitierte hinsichtlich der Flüchtlingskrise Verdi-Chef Frank Bsirske: "Ohne jede Einschränkung muss gelten: Wer Schutz braucht, muss ihn in der Bundesrepublik Deutschland erhalten."

Auch für persönliche Gespräche am Rande des Kongresses nahm sich Bsirske Zeit - für Haberzeth Anlass, örtliche und regionale Angelegenheiten anzusprechen. Stellvertretender Geschäftsführer Karlheinz Winter wies auf die abgelaufenen Tarifverhandlungen hin. Deutlich werde, dass nur dort, wo sich Arbeitnehmer organisieren, auch eine Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung durchsetzbar sei. Unter anderem erinnerte er an das Verhandlungsergebnis im Sozial- und Erziehungsdienst.

"Als Verdi können wir nur all jene auffordern, die auch mit und für die Menschen arbeiten, jedoch bei weit weniger Gehalt ihren Job erledigen", sagte Winter. Mit Beispielen aus dem Organisationsbereich - unter anderem Arzt- und Zahnarzthelferinnen sowie Physiotherapeuten - unterstrich er seine Ausführungen.
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