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Mit Schneeschuhen stapften die BVS-Sportler erstmals zum Entenbühl. Bild: R. Kreuzer
Mit Schneeschuhen gewandert

Kaiserwetter, Schnee ohne Ende und eisige Temperaturen: ideale Bedingungen, um im Skigebiet Silberhütte die neuen Schneeschuhe des Behinderten- und Vitalsportvereins (BVS) Oberpfalz auszuprobieren. Eigentlich sollten dort die Meisterschaften der Bezirke Ski-Nordisch ausgetragen werden. Da diese aber mangels Teilnehmern ins Wasser fielen, entschlossen sich die Verantwortlichen vom BVS-Bezirk, die wenigen gemeldeten Starter mit der Schneeschuhwanderung zu überraschen.

Nach einer kurzen Einweisung durch Tino Höbold und einem kleinen Aufwärmprogramm ging es über eine tiefverschneite Wiese. Anschließend marschierten die Sportler entlang der 12-Kilometer-Loipe zum Aussichtspunkt am Skihang der Altglashütte, wo jeder Teilnehmer neben dem Panorama auch ein Gläschen "Gipfelwasser" genießen durfte. So gestärkt wanderte die Gruppe zur Waldnaabquelle. Beziehungsweise: fast. Denn die Teilnehmer suchten kreuz und quer, fanden die Quelle jedoch nicht. Dieser Misserfolg ließ sie aber nicht verzweifeln: Weiter ging es zum höchsten Punkt der Tour, dem 901 Meter hohen Gipfel des Entenbühls. Nach einem kurzen Besuch der Kapelle, die aus einem ehemaligen Grenzschutzbunker erbaut worden war, führte die Route zurück Richtung Schutzhaus Silberhütte. Hier gab es für alle Teilnehmer noch ein Mittagessen. (kzr)

Benefizessen gekocht

Die Konfirmanden von St. Michael und St. Markus luden zu einem biblischen Drei-Gänge-Menü ins Gemeindehaus St. Markus ein. Zuvor hatten sie fleißig geschnippelt, gekocht, gebacken und probiert. Neben orientalischen Spezialitäten wie Hommous und Taboule kosteten die rund 50 Gäste auch Speisen, die es schon zur Zeit Abrahams oder König Davids gab. Eine Gruppe Konfirmanden kümmerte sich um den Service, deckte die Tische und lernte in einem "Kellnercrashkurs", wie man die Gäste richtig bedient und die Speisen serviert.

Zwischen den verschiedenen Gängen erzählten die Jugendlichen Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament. Außerdem informierten sie die Gäste über die Arbeit der Weidener Tafel, welcher der Erlös dieses Abends zugutekommt. Nach dem Erfolg planen die Kirchengemeinden eine Wiederholung des zum Benefizessens.

Neuer Papst, neue Zeit

Der Titel des Vortrags bestand aus einer Frage: "Papst Franziskus - eine neue Zeit?" Natürlich erwarteten die Zuhörer dieser KAB-Veranstaltung im Pfarrheim Maria Waldrast von Ruhestandspfarrer Alois Lehner keine abschließende Antwort im Sinne eines Ja oder Nein. Dennoch wurde sehr bald deutlich, dass der Referent des Abends eine deutlich positive Zwischenbilanz ziehen würde über die Amtszeit des ersten Papstes aus Lateinamerika. Lehner wies darauf hin, dass er den Papst während seines zehnjährigen priesterlichen Wirkens in den Jahren von 1970 bis1980 in Buenos Aires nicht persönlich kennengelernt habe. Der heutige Papst war zu dieser Zeit Provinzial der Jesuiten in dieser Region, der Name "Bergoglio" sei jedoch schon in dieser Zeit sehr präsent gewesen. Die Anhänger der Befreiungstheologie hätten damals die Macht der Militärs zu spüren bekommen. Bergoglio habe sich der Forderung angeschlossen, die Sorge für die Armen in den Mittelpunkt kirchlichen Wirkens zu stellen.

Die Wahl Bergoglios am 13. März 2013 zum Papst wertete Lehner als ein Zeichen dafür, dass "die Weltkirche Gestalt annimmt". Die meisten Katholiken lebten gegenwärtig in Brasilien. 50 Prozent der Christen dort seien 20 Jahre und jünger. Die Wahl Bergoglios lasse sich wohl auch mit der Sorge etlicher Kardinäle erklären, denen der Vatikan zu mächtig geworden sei. Unter dem Pontifikat Benedikts XVI. seien in den letzten Jahren bei den Bischofsbesetzungen in Südamerika vorwiegend "Opus-Dei-Leute" zum Zug gekommen, wodurch es auch im Vatikan zu einer Verfestigung der Machtstrukturen gekommen sei. Das Bestreben des neuen Papstes ziele darauf ab, dieser Zentralisierung entgegenzuwirken.

Was den jetzigen Papst besonders auszeichne, so Lehner, sei seine Authentizität. Schon in Buenos Aires sei er betont bescheiden aufgetreten, mit der U-Bahn gefahren und habe stets ein offenes Ohr für die Sorgen der "kleinen Leute" gehabt. Inzwischen ließen viele Gesten erkennen, dass es der Papst wirklich ernst meine. Pfarrer Lehner bedauerte nur, dass der Papst bereits 78 Jahre alt sei. Es bleibe zu hoffen, dass ihm noch ausreichend Zeit gegeben sei, den Weg erfolgreich fortzusetzen.
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