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Schlesier im Taubertal

Orte, Schlösser und Kirchen im Taubertal erkundeten die Weidener Schlesier. Der erste Tag galt den Kunstwerken Tilman Riemenschneiders: dem Heilig-Blut-Altar in St. Jakob in Rothenburg, der Kreuzigungsretabel in der 1000-jährigen St.-Peter-und-Pauls-Kirche in Detwang und dem Marienaltar in der Herrgottskirche von Creglingen. Vorher hatte eine Führung durch Schloss Schillingsfürst beeindruckt. Der Tag endete im Vitalhotel König in Bad Mergentheim, dem Quartier für drei Nächte.

Von hier aus ging es zunächst ins nahe Weikersheim, wo ein Besuch des Renaissance-Schlosses mit prächtigem Schlossgarten erfreute, und zur Wallfahrtskirche Laudenbach. Überraschung: Den dort als Hochgrab gestalteten Alabastersarkophag des kaiserlichen Feldmarschalls Melchior von Hatzfeld hatten die meisten schon im schlesischen Prausnitz bewundert. Denn der Offizier Wallensteins hatte einst bei Steinmetz Achilles Kern aus Forchtenberg zwei nahezu identische Grabmäler bestellt. Ein weiterer Besuch der Gruppe galt dem Städtchen Bad Mergentheim, von 1526 bis 1809 Dienstsitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens. Das barocke Stadtbild wird beherrscht durch das Areal des Deutschordensschlosses, Sitz des Museums des Ordens.

Der dritte Tag führte immer entlang der Tauber, durch die altehrwürdige Fechterstadt Tauberbischofsheim zum Zisterzienserkloster Bronnbach, dessen Bausubstanz noch das mittelalterliche Kloster zeigt. Dann Kaffeepause im Städtchen Wertheim und die weitere Fahrt durch die sonnige Mainlandschaft zwischen Spessart und Odenwald.

Der letzte Tag brachte im wenige Kilometer entfernten Dörfchen Stuppach einen weiteren Höhepunkt: Dorthin pilgern Touristen aus aller Welt, um die "Stuppacher Madonna" von Matthias Grünewald zu sehen. Den Abschluss bildete das Kloster Schönthal an der Jagst, wo eine Führung durch die Barockkirche und das außergewöhnlich prächtig barocke Innenambiente erstaunen ließ. Im Kreuzgang befindet sich die Grablege des Geschlechts derer von Berlichingen.

Lebhaft diskutiert

Zu den Themen Behinderten-/ Schwerbehindertenrecht und Patientenverfügung referierte Rechtsanwalt Matthias Haberl aus Weiden bei der Selbsthilfegruppe Muskelerkrankter im Klinikum Weiden. Der Vortrag entfachte bei den Zuhörern - meist selbst von einer Behinderung betroffen oder in Vertretung von Angehörigen - eine rege Diskussion. Da nicht alle Fragen in der Kürze der Zeit geklärt werden konnten, soll am 26. Oktober eine weitere Veranstaltung mit Rechtsanwalt Haberl stattfinden. Dann mit Schwerpunkt "Erwerbsminderungs- und Erwerbsunfähigkeitsrente".

Von Deponie zum Laubwald

16,5 Hektar galt es zu begrünen, nachdem die Mülldeponie Weiden-West geschlossen und mit einer wasserundurchlässigen Folie versiegelt war. Dabei sollte die Schutzschicht nicht verletzt werden und "möglichst schnell" ein Laubwald mit geringem Nadelwaldanteil entstehen, der eine hohe Verdunstung gewährleistet. Eine Bodenverdichtung sollte unbedingt vermieden werden. Ziel: ein "geschlossener Laubwald mit artenreicher Vegetation". Über diese Herkulesaufgabe und wie sie gemeistert wurde, berichtete Stadtgärtnermeister Hans Gallersdörfer den Delegierten des Heimatrings.

Eine erste Deponiesaat mit Gräsern sei auf Probeflächen im August 2005 ausgebracht worden. Gehölzsaaten von Kiefer, Sand- und Moorbirke seien im Oktober 2006 ausgebracht worden, gleichzeitig mit Pflanzungen von Bergahorn, Winterlinde, Roterle, Vogelkirsche und Stieleiche. Da die Vielfalt von Gräsern und Kräutern Hasen und Rehe in großer Zahl angezogen habe, sei 2008 eine Einzäunung nötig geworden. Insgesamt habe die Stadtgärtnerei in Zusammenarbeit mit Stadtförster Wolfgang Winter und dem Staatlichen Forstamt Pressath 44 270 Gehölze gesetzt, von denen 31 550 angewachsen seien. Jetzt habe man etwa 20 000 Gehölze auf jedem Hektar der Deponie. Es gelte, das Erreichte zu bewahren.

Vorsitzender Günther Magerl lud zum Gartenfest der Dachorganisation der Weidener kultur- und brauchtumstragenden Vereine ein: Dienstag, 14. Juli um 19 Uhr im Garten der Familie Hofmann (neben der "Almhütte"). Der "Tag der Heimat" am 19. September steht unter dem Motto "Heimat ist nicht nur ein Wort". Für den Tagesausflug des Heimatrings am 2. August nach Landshut gibt es noch ein paar freie Plätze. Der Bienenzuchtverein lud für den Sonntag, 21. Juni, um 14 Uhr ins Bienenheim in der Merklmooslohe ein. Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler wünscht sich mehr Besucher beim Volkstanz-Übungsabend. Der nächste ist am 16. Juni um 19.30 Uhr im "Anpfiff". (hcz)

"Minis" im Leipziger Zoo

43 junge Ministranten aus Rothenstadt und Etzenricht machten sich in den Pfingstferien auf den Weg nach Leipzig. Begleitet von Gemeindereferentin Claudia Stöckl, den Oberministranten und drei Müttern erlebten die jungen Messdiener einen herrlichen Tag im Zoo. Nach der Führung erkundeten sie das Gelände in Gruppen. Viele Vertreter der 850 Tierarten waren zu bestaunen und zum Greifen nahe. Vor allem die Themenwelten Afrika, Asien und die Tropenerlebniswelt im Gondwanaland begeisterten. Der Tag endete mit dem Abendgebet am Kirchplatz in Rothenstadt.
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