Vereine

Mit Wespe auf Platz eins

"Du kommst hier net nei". Mit einer grimmig dreinschauenden Wespe vor dem Eingang zu ihrer Bruthöhle sicherte sich Wilhelm Daubner den ersten Platz beim "Bild des Monats"-Wettbewerb der Freien Fotografen. Die beeindruckende Aufnahme zeichnete sich durch Schärfe und bewusst gesetzte Unschärfe im Umgebungsbereich des Tieres aus. Knapp hinter Daubner kam Margareta Czichon mit einem Bild aus dem Leipziger Zoo. Eine Herde Giraffen drängte sich in der Gluthitze des Tages vor dem Eingang zu ihren kühlen Ställen. Den Augenblick, als die Tiere wie ein großes Tarnnetz aussehend vor der hölzernen Türe standen, fing die Fotografin mit geschicktem Auge ein. Platz drei ging am Bernhard Lang (Windischeschenbach) für ein "Gewitter bei Nacht". Für den nächsten Arbeitsabend der Freien Fotografen am 10. August kündigte Präsidentin Zaneta Weidner einen Vortrag von Hans-Werner Lehner über Südfrankreich an.

Süffige Gewinne bei VC Corona

Bei herrlichstem Wetter ging das Sommerfest des VC Corona in der Freizeitanlage am Orthegelmühlbach über die Bühne. Erfreulicherweise folgten trotz der zahlreichen Konkurrenzveranstaltungen recht viele Mitglieder der Einladung des Vorsitzenden Ernst Ehl und genossen das Gegrillte und die vielen von den Vereinsdamen gespendeten Salate und Kuchen. Da der Verein bei den diversen regionalen Radtouristik-Veranstaltungen jedes Mal ein Fässchen Zoigl-Bier für die hohen Teilnehmerzahlen gewann, musste keiner durstig heimgehen.

Ausgiebig wurde über die bisherigen Rennen der laufenden Saison gefachsimpelt. Die siebte der deutschen Meisterschaften im Zeitfahren, Adelheid Schütz, durfte dabei nicht fehlen. Erst spät in der Nacht gingen die letzten Radler nach Hause.

"Kulturzug" enttäuscht

Mit dem "Kulturzug" reiste der Städtepartnerschaftsverein in die Kulturhauptstadt Europas. 19 Teilnehmer machten sich auf den Weg nach Pilsen. Das Programm im "Kulturzug" entsprach nicht ganz den Vorstellungen, obwohl die Musikgruppe "Anz in the Panz" mit Rock 'n' Roll der 1960er Jahre ihr Bestes gab. Dafür wurden die Städtepartner mit ihrem Vorsitzenden Joachim Strehl in Pilsen mit einer exzellenten Stadtführung entschädigt.

Die Stadt Neu-Pilsen (heute Pilsen) wurde im Jahr 1295 auf Befehl des böhmischen Königs Wenzel II gegründet. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Pilsen an der Kreuzung der Landwege nach Nürnberg und Regensburg zu einem bedeutenden und pulsierendem Handelszentrum. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es dann zum mächtigen Aufschwung der Stadt. Die "Bürgerbrauerei" und der Maschinenbaubetrieb "Skoda" wurden gegründet. Heute hat Pilsen 167 000 Einwohner. Mit dem Alex ging es zurück nach Weiden und schon während der Fahrt wurden die vielfältigen Eindrücke diskutiert und verarbeitet.

Bayerischen Wald angesteuert

Zum Garten "Woidroserl" nach Regen führte heuer die Fahrt des Obst- und Gartenbauvereins Rothenstadt, an der viele Gartenfreunde teilnahmen. Die Gruppe erwartete ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück voll mit Gartenschätzen. Rittersporn, alte Rosensorten, ja sogar ein Olivenbaum ließen die Gärtnerherzen höher schlagen. Die Besitzerin, Frau Wolf, führte durch den Garten, dessen Herzstück auf einer idyllischen Halbinsel, umgeben von einem Mühlbach, liegt. Hortensien, Farne und Blattschmuck-Stauden zieren die Schattenbereiche. Weiter führte die Fahrt ins Hotel "Zum singenden Musikantenwirt" zur Mittagseinkehr, in die Bärwurzei Hieke, an den Arbersee und ins Hotel "Seeschmied" in Muschenried.

Stiller Schmerzensschrei

Eine etwa 40-köpfige Besuchergruppe des KAB-Kreisverbandes Weiden besuchte die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Mit einfühlsamer und sachkundiger Begleitung durch Monika Grötsch erfuhren sie detaillierte neueste Erkenntnisse über den grausamen Alltag in dieser Schreckenseinrichtung des NS-Regimes. An den Originalschauplätzen, die wieder weitgehend ihres parkähnlichen Charakters der letzten Jahrzehnte entledigt wurden, erfuhren die Besucher, welche menschenverachtenden Grausamkeiten in diesem Arbeitslager geschehen sind. Hans-Jürgen Gmeiner vom LTO begleitete die Gruppe mit kurzen Vorlesungen aus den Erinnerungen eines Freundes von Marcel Callo, der in diesem Buch ihren Schreckensweg plastisch beschreibt. Eindrucksvoll untermalt wurden die von Johanna Nickl auf der Querflöte.

Am Ende des Rundganges dankte stellvertretender Kreisvorsitzender Michael Träger Monika Grötsch und Hans-Jürgen Gmeiner in der Kapelle, die nach dem Krieg von polnischen Gefangenen oberhalb des Tales des Todes errichtet worden war. Das stete Erinnern an die Geschehnisse werde immer wichtiger, angesichts von rund 60 Millionen Menschen, die heutzutage weltweit auf der Flucht vor Mord und Folter sind, hieß es. Die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg drohten anscheinend verloren zu gehen.
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