Vereine

Im Land der Franken

Auch in diesem Jahr startete die Weidener Kameradschaft Technische Truppen zu einer Fahrt ins Blaue durch. Außer der Reiseleiterin Marika Kramer kannte niemand das Ziel. Als der Bus die A 9 kreuzte und die ersten Hinweisschilder auf Pottenstein und Gößweinstein auftauchten, war klar, dass es diesmal nach Franken ging. Direkt an der Teufelshöhle war der erste Halt und es gab frischen Kaffee, Butterbrezen und selbst gebackenen Apfelstrudel. Wer Lust hatte, konnte eine Höhlenführung mitmachen. Nächster Stopp war Gößweinstein. Hier war eigentlich ein Besuch des Spielzeugmuseums vorgesehen, der aber ausfallen musste, weil die Mitarbeiter auf einer Messe waren. Die Kameradinnen und Kameraden nutzten deshalb das sonnige Wetter zu einem kleinen Spaziergang.

Nach dem ausgezeichneten Mittagessen bestand Gelegenheit, gleich gegenüber das Wallfahrtsmuseum zu besuchen sowie daneben die Wallfahrtsbasilika zur Hl. Dreifaltigkeit. Aber auch der Weg zur Burg Gößweinstein war nicht weit. Eine mittelalterliche Gipfelburg, wohl um das Jahr 1000 ganze 100 Meter hoch über dem Ort erbaut. Bei der Besichtigung erhält man einen Eindruck von der kärglichen Lebensweise des damaligen Landadels, aber auch von den Waffen und Werkzeugen zur damaligen Zeit. Erschreckend ist das Gefängnis, in dem noch heute echte Gebeine zu sehen sind.

Anschließend wartete Manfred Heckel zu einer Ortsführung auf die Teilnehmer. Er führte auch als Nachtwächter mit Hellebarde, Horn und Laterne durch den Markt und weiß viel Interessantes zu berichten, ergänzt durch viele kleine historische Pointen und einem Besuch der Dreifaltigkeitskapelle, der Mariengrotte und der Klosterkirche St. Maria. Vorsitzender Josef Lang dankte Marika Kramer für die ausgezeichnete Organisation des Ausflugs.

Frauen auf Kirchweihfahrt

Der Katholische Frauenbund St. Konrad hatte Oberviechtach als Ziel der Kirchweihfahrt gewählt. Bei schönem Wetter genossen 50 Frauen unter Leitung von Agnes Hartwig die herbstliche Landschaft des Oberpfälzer Waldes sowie Kaffeespezialitäten und hausgemachten Kuchen im Café Weigl im Zentrum von Oberviechtach. Danach stand im nahe gelegenen Eisenbarth-Museum eine Besichtigung auf dem Programm. In zwei Gruppen erkundeten die Frauen bei der einstündigen Führung die Abteilungen Gold im Raum Oberviechtach, Doktor Eisenbarth, Hinterglasmalerei, Handwerk und Hausnamen.

Bereits im Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert waren im Raum Oberviechtach Goldsucher unterwegs und fanden das Edelmetall im Gestein und in Bächen. Auf besonderes Interesse stieß die Abteilung über Dr. Eisenbarth, dem berühmten Sohn der Stadt. 1663 wurde er in Oberviechtach geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und hatte durch sein Geschick als Handwerker-Chirurg (damalige Bezeichnung für einen Arzt) und seine Reisen viel Erfolg. Er unternahm schwierige chirurgische Eingriffe, behandelte seine Patienten mit Tinkturen, Salben und Pflaster, die er teilweise selbst herstellte und wurde sogar Wundarzt und Hof-Augenarzt von König Friedrich Wilhelm I. Als Erinnerung an sein Wirken werden jedes Jahr Freilichtspiele aufgeführt.

In der Abteilung Handwerk und Hausnamen, im Dachgeschoss des Museums, wurden alte Handwerksberufe und Hausnamen vorgestellt. Hier endete die interessante, kurzweilige Führung durch das Haus.

Als gelungenen Ausklang der Kirchweihfahrt kehrten die Frauenbundfrauen im Landgasthof Hammerschänke in Lukahammer, mit dem größten Maßkrug der Welt, (3,80 Meter hoch) ein.
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