Verkehr "fachlich optimal gelöst"

Beim Ortstermin an der Baustelle am Dännereck (von links): Christian Pirner (Tiefbauamt), Polizeihauptkommissar Johann Wurm, Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm, Bauleiter Otto Zahn (Elektro Hartung) und Markus Dippold, Leiter der Verkehrsbehörde der Stadt. Bild: Wieder

Klare Worte auf der Baustelle am Dänner-Eck. Doch sie sind nahezu eine Ehrenerklärung: Die Baufirma kann nichts für die Verzögerungen. Es sind die Umstände - und zwar eine ganze Menge, die dafür sorgen, dass die Sedanstraße noch weitere 14 Tage gesperrt bleiben muss.

Bauamt und Verkehrsbehörde hatten am Freitagvormittag zum Ortstermin geladen. Schließlich ging es darum, die Dringlichkeit der Maßnahme festzustellen. Otto Zahn, Bauleiter der Firma Elektro Hartung, die von Bayernwerk und Telekom mit der Umlegung der Leitungen beauftragt ist, schildert die überraschenden Probleme: Leitungen liegen nicht dort, wo sie in den Plänen verzeichnet sind. Das Wirrwarr überdeckt eine zu dicke Asphaltschicht. Im Untergrund stimmt vor allem die Höhenlage der Leitungen nicht, so dass die neuen Verbindungen die Bestandsleitungen sogar "unterqueren" müsse. "Der Aufwand ist weitaus höher als jemals befürchtet."

Böse überrascht wurde die Firma von den Spundwänden, die noch im Baufeld stecken. Die stählernen Hindernisse blockieren die neuen Kabeltrassen. Die Schweißbrenner sind gefordert. "Alles Handarbeit. Und dann kommt ganz schnell der Faktor Zeit ins Spiel."

Die Klagen der Innenstadt-Einzelhändler veranlassen auch Hauptkommissar Hans Wurm, Verkehrsexperte der Polizeiinspektion Weiden, zu einer Klarstellung: Die Beschilderung sei "fachlich optimal gelöst". "Besser geht's nicht. Die Aufgabe ist vor allem, einen Weg für die täglich über 400 Busse zu schaffen." Dies sei gelungen. Es gebe kaum Behinderungen. Übel sei allerdings, dass viele Autofahrer glaubten, einfach mal hinter den Bussen durch Luitpold- oder Leibnizstraßen fahren zu dürfen. Aber: Die Innenstadt sei keineswegs abgeschnitten. Wer aus Richtung Vohenstrauß komme, müsse sich frühzeitig entscheiden, ob er im Norden der Innenstadt (dann über Sebastian- und Gabelsbergerstraße) oder im Süden der Altstadt (über Südost-Tangente, Dr.-Pfleger-Straße) parken wolle. Es gebe hier wie dort ein riesiges Parkplatzangebot. "Die noch bessere Alternative ist jedoch der Stadtbus." Nicht realisieren lässt sich der Wunsch des Bauamtes, wenigstens einige Teile der Sperrung wieder zu öffnen. Wurm und auch Markus Dippold, der Leiter der Verkehrsbehörde, rieten davon massiv ab, da dadurch neue Eingriffe in die Buslinien entstünden.
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