Verkrustete Strukturen lösen

(fdl) Über 50 Jahre ist es her, dass Papst Johannes XXIII. hohe Würdenträger der katholischen Kirche, aber auch Geistliche anderer Religionen, zum Zweiten Vatikanischen Konzil nach Rom eingeladen hat. Mit Pfarrer Hans-Peter Bergmann hatte die KAB Ehenfeld einen fachkundigen Referenten für dieses Thema.

Unter dem Motto "Was das Konzil sagt" erklärte er anschaulich wichtige Beschlüsse und deren Auswirkungen auf jeden einzelnen Christen. "Frische Luft in die Kirche lassen und verkrustete Strukturen lösen, war das Ziel des Konzils", sagte der Geistliche. Über das Lehramt des Papstes, die Liturgiefeier, die Heilige Schrift, aber auch über die Haltung gegenüber Juden und Muslimen sei gesprochen worden. Immer wieder hätten sich die Mitglieder des Konzils im Vatikan getroffen, bevor 1965 die Beschlüsse veröffentlicht worden seien. Absicht sei es gewesen, sich der Welt zu öffnen und den Menschen in den Mittelpunkt der kirchlichen Arbeit zu stellen.

Bergmann ging auch auf den damals gefassten "Katakombenpakt" ein. Einige Bischöfe hätten gelobt, so zu leben, wie die Menschen um sie herum. Finanz- und Vermögensverwaltung sollten durch Laien erfolgen, Reiche und Mächtige nicht privilegiert behandelt werden. Papst Franziskus sehe sich ganz in der Tradition dieser Bischöfe. Das heutige Kirchenoberhaupt versuche in seiner täglichen Arbeit, diesen Katakombenpakt umzusetzen, auch wenn es ihm die noch immer verkrusteten Strukturen im Vatikan nicht leicht machten.
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