Vermögensbildung per Chat

Die Sparkasse Oberpfalz Nord verändert ihr Beratungskonzept. Wie genau, das erläuterten im Pressegespräch die Vorstände Hans-Jörg Schön (links) und Ludwig Zitzmann. Bild: otj

Die Zeiten ändern sich - das Bankgeschäft auch. Weil weniger Kunden der Sparkasse den bedienten Service nachfragen, ändert die Bank nun ihr Angebot. Unter anderem auch durch neue Beratungszeiten - in der Filiale oder online.

Überweisungsformular oder Homebanking? Kontoauszugdrucker oder digitales Postfach? Service am Schalter oder Beratung im Online-Chat? Banken müssen dem digitalen Wandel begegnen, sich bewegen. So auch die Sparkasse Oberpfalz Nord. "Die Zahlen zeigen: Immer mehr Kunden nutzen die SB-Terminals in den Filialen, aber auch verstärkt Homebanking, kommunizieren per E-Mail oder rufen an", erklärt Ludwig Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberpfalz Nord. Der klassische bediente Service am Schalter werde daher immer weniger nachgefragt als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig werde individuelle und persönliche Beratung zu Themen wie Finanzierung, Vermögensbildung oder Altersversorgung immer wichtiger. "Das verstehen wir als unseren Auftrag für die Region. Und um diesen zu erfüllen, müssen wir uns auch in den Filialen neu aufstellen", erklärt Zitzmann.

Neue Zeiten ab 4. Mai

Hans-Jörg Schön, Mitglied des Vorstandes, hat deshalb ein Konzept entwickelt, das all diesen Fakten Rechnung trägt. "Ab 4. Mai stehen wir unseren Kunden in Zukunft montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung", erklärt Schön. Dabei könne die Beratung nach Vereinbarung in der Filiale, aber auch beim Kunden zu Hause stattfinden. Telefonisch sei die Sparkasse von 8 bis 17 Uhr zu erreichen.

Unter dem Titel "S@ON" habe man die Zukunft des Bankgeschäfts ins Auge gefasst. Hier stünden dem Kunden gleich mehrere Kanäle zur Auswahl: Wie gewohnt per E-Mail oder telefonisch, aber nun auch im Vieraugen-Video-Chat mit einem persönlichen Ansprechpartner. "Und dank Screen-Sharing-Technologie haben unsere Kunden nun, wenn sie es wünschen, Einblick auf den Bildschirm des Beraters - eine ganz neue Möglichkeit der Präsentation von Unterlagen, Grafiken und Erläuterungen", erläutert Schön. Vorerst stünden vier Mitarbeiter für dieses neue Angebot zur Verfügung.

Eines ist Ludwig Zitzmann aber ganz wichtig: "Die Region ist uns wichtig. Wir werden uns nicht aus der Fläche zurückziehen. Erst recht werden wir keine Online-Bank. Kunden, die Wert auf bedienten Service legen, werden nach wie vor in der Filiale am Schalter ihren persönlichen Ansprechpartner finden."
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