Vernissage mit Bildern von Stefan Winkelhöfer im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ...
"Gesichter eines Dorfes" fotografiert

Verlagsleiter Wolfgang Benkhardt vom Buch- und Kunstverlag Oberpfalz (links) erläuterte die Bilder zum Buch "Gesichter eines Dorfes - Menschen im Wandel der Zeit". Behördenleiter am Landwirtschaftsamt Dr. Siegfried Kiener (Zweiter von links) sowie weitere Gäste der Vernissage betrachteten die beeindruckenden Aufnahmen. Bild: Dobmeier
Dass jemand ein Dorf mit dem Fotoapparat in der Hand erkundet, ist nicht alltäglich. Der Fotograf Stefan Winkelhöfer hat seine "neue" Heimat und dessen Menschen aber mit der Kamera festgehalten. Herausgekommen ist dabei eine Dokumentation eines Dorfes im Wandel der Zeit.

Im Zusammenhang mit der Aktion "Dialog Landwirtschaft und Gesellschaft - Blickwinkel Kunst der dörflichen Kultur" freute sich der Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), Dr. Siegfried Kiener, dass der Buch- und Kunstverlag die Ausstellung zum Buch "Gesichter eines Dorfes - Menschen im Wandel der Zeit " in den Räumen der Landwirtschaftsschule ermöglicht hat.

Verlagsleiter Wolfgang Benkhardt vom Buch- und Kunstverlag Oberpfalz erläuterte wie durch Stefan Winkelhöfer ein Dorf plötzlich ein Gesicht bekommen hat, es aber gleichzeitig wieder verlor. Denn zehn Prozent davon seien das alte Dorf, das andere Areal aber Neubaugebiet, nicht weit entfernt. Die alte Straße ist ersetzt durch eine asphaltierte Tangente zu den Arbeitsplätzen der "neuen" Bewohner. Das neue Dorf wird gleich einer Vorstadt und die zugezogenen Einwohner werden sich nie mit der Kultur des Dorfes identifizieren. Der Fotograf hat die Ansichten und Winkel gesucht und gefunden, die letzten Spuren eines alten Dorfes. Er hat sie eingefangen in Bildern, die einen Blick erlauben, der nachdenklich macht.

Musikalisch umrahmte das "Weidener Streichquartett" die Eröffnung mit Werken wie "Ein Morgen im Hühnerstall" und der "Der Schwan". Textbeiträge steuerten die Mitglieder der Gruppe "Autobiografisches Schreiben" des Maria-Seltmann-Haus bei. Erna Wittmann erinnerte mit ihrer Geschichte "Endlich Sonntag", welchen Stellenwert dieser Tag früher und heute hat. Amalie Wutz schilderte längst vergessene Handwerker wie den Bader und seinen Stellenwert in der dörflichen Gesellschaft.

Zum Abschluss las Gerhard Gradl vom AELF ausgewählte Texte aus dem Buch "Gesichter eines Dorfes - Menschen im Wandel der Zeit", mit denen der Autor Harald Grill noch ernster und tiefer hinter die Menschen schaute.

Buch und Ausstellung geben dem Dorf wieder ein Gesicht. Zu sehen ist es im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in der Beethovenstraße 9 in Weiden bis zum 26. Oktober, dem Tag der offenen Tür zum 50-Jährigen der Landwirtschaftschule. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr (Montag bis Donnerstag).
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