Vertrauen schaffen
Angemerkt

Und keiner hat's gemerkt: Aus der Max-Reger-Straße sind die Bänke verschwunden. Weil die Geschäftsleute klagten, die Bänke würden die Schaufenster verstellen. Die Stadt versucht, die Wünsche des Einzelhandels zu erfüllen. Doch Hausbesitzer und Mieter sind selbst gefordert: Die Stadtgalerie wird für sich alleine funktionieren. Sie löst eine Entwicklung aus, die nicht nur die Nachbarn in der Max-Reger-Straße zu überrollen droht. "Wer nichts macht, wird abgehängt", erkannten die Stadträte am Donnerstag im Bau- und Planungsausschuss.

Aber was machen? Die Antworten soll der Masterplan, das "integrierte Innenstadtentwicklungskonzept", liefern. Nur im ersten "Modul" beleuchtet es den Einzelhandel, nennt "ad-hoc"-Maßnahmen. Damit die Regierung dafür Fördergelder gewährt, wird der Kreis weiter gezogen. Stadtplaner Friedrich Zeiß hat einen dicken Fragenkatalog zusammengetragen. Wie sind die hochwertigen Bauflächen in der Leibnizstraße zu nutzten? Bleiben das Parkdeck und der ZOB? Wo sollen Vollsortimenter oder ein Großkino siedeln? Die Antworten werden direkt in den neuen Flächennutzungsplan eingearbeitet.

Zeiß und die Stadträte wollen mit dem Masterplan vor allem eines: "Die gesamte Innenstadt fit machen und dazu eine Planungskultur entwickeln, die bei allen Beteiligten Vertrauen schafft."



Hintergrund Wittgarten-Tunnel: Hürden genommen

Weiden.(wd) Die Planungsunterlagen für den Wittgarten-Durchstich müssen bis zum 15. Februar eingereicht sein. Der Bau- und Planungsausschuss ist zuversichtlich, in das Förderprogramm aufgenommen zu werden. Einstimmig beschlossen die Stadträte am Donnerstag den Vorentwurf. Auch alle weiteren Vorbereitungen sind getroffen. Stadtplaner Friedrich Zeiß betonte, dass die größten Hürden genommen seien, etwa die Abstimmung mit der Bundesbahn. Er erwarte keine größeren Probleme. "Wir werden auch nicht in der ersten Bewerbungsrunde rausfliegen."

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