Vertriebene gedenken am Mahnmal der Toten - Hein: "Das gibt es heute wieder"
"Ehrenvolle Pflicht"

Norbert Uschald (vorne, rechts) war einer der Redner vor dem Mahnmal am Stadtfriedhof. Bild: R. Kreuzer
Am Mahnmal hatte der Bund der Vertriebenen bislang einmal an Allerheiligen und weiter am Totensonntag das Totengedenken abgehalten. Nach dem Tod des Kreisvorsitzenden Max Strecker haben sich nun die Egerländer Gmoi, die Ost- und Westpreußen, die Sudetendeutsche Landsmannschaft, die Schlesier und die Deutschen aus Russland abgesprochen und den Totensonntag als einzigen Termin gewählt. Im Stadtfriedhof trafen sich Delegationen zur Veranstaltung vor dem Vertriebenenmahnmal.

"Es ist Ausdruck der ehrenvollen Pflicht, der Verstorbenen zu gedenken", sagte Norbert Uschald in seiner Ansprache. Die Landsmannschaften legten Blumengebinde nieder und gedachten aller Vertriebenen und Flüchtlinge, die während und nach der Flucht starben. Das Wort übernahm für die Sudetendeutsche Landsmannschaft Dr. Rainer Wagner. Er berichtete davon, dass die Zustände der Friedhöfe in der alten Heimat lange schlecht gewesen seien. Vieles sei verlorengegangen. Doch mittlerweile gebe es endlich wieder Renovierungen. Anneliese Hein richtete für die Landsmannschaft der Schlesier Worte an die Teilnehmer. Sie erlebte kürzlich Menschen aus der Ukraine vor dem Mahnmal, die nicht zu ihren Toten können, und hier das Mahnmal für ihre Trauer nutzen. "Das gibt es heute wieder, ebenso ging es uns vor Jahrzehnten."
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