Verzicht auf 0,8 Prozent des Jahres-Brutto-Einkommens
Chefärzte zeigen sich solidarisch

Alle Chefärzte der Kliniken Nordoberpfalz AG beteiligen sich am Mitarbeitereinbehalt. Dies bestätigte am Freitag Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Egginger dem "Neuen Tag". "Das soll ein klares Zeichen an alle Mitarbeiter sein", betonte er. "Die Chefärzte nehmen sich nicht aus."

Durch den Mitarbeitereinbehalt werden die Lücken im Haushalt geschlossen. Angestellte, die nach Haustarif bezahlt werden, müssen auf 0,8 Prozent ihres Jahres-Brutto-Einkommens verzichten. "Ein Großteil der Chefärzte war sowieso betroffen. Die anderen haben sich nun auf freiwilliger Basis verpflichtet", erklärte Egginger. Neben den etwa 30 Chefärzten beteiligen sich auch die außertariflichen ärztlichen Mitarbeiter der Verwaltung, dies habe die Chefarztkonferenz am 2. Dezember beschlossen. Für den Ärztlichen Direktor steht fest, dass "wir zu unserer Führungsverantwortung uneingeschänkt stehen". Zudem verurteilte er jeglichen "gewerkschaftspolitischen Versuch der Spaltung unserer Mitarbeiter". Jede einzelne Berufsgruppe sei wichtig. Weiterhin ausgenommen von dem Mitarbeitereinbehalt sind die tarifgebundenen Ärzte (Marburger Bund). Eine Einbeziehung dieser Gruppe sieht Egginger wegen der ländlichen Randlage und des Ärztemangels als schwierig an.
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