VHS auf Diät gesetzt

Runter von den Sach- und Personalkosten, schnell gesundschrumpfen. "Wer sparen muss, hat keine andere Wahl", gesteht Stefan Frischholz, der Geschäftsführer der Volkshochschule Weiden. Er musste die VHS auf Diät setzen - und legt nun ein überraschend gutes Jahresergebnis 2014 vor.

Um diesen Auftrag hat wohl niemand den Mitarbeiter der Stadtkämmerei beneidet. Er hatte die VHS zu sanieren, nachdem unter dem früheren Geschäftsführer so manches aus dem Ruder gelaufen und ein hohes Defizit angehäuft worden war. Die Aufsichtsgremien mussten handeln. Sie setzten Frischholz als neuen Geschäftsführer ein.

Defizit gesenkt

Seit der Änderung des "Strategieplans 2013" konnte die VHS Weiden ihre Ergebnisse in nur zwei Jahren stark verbessern, bestätigt Frischholz. Lag das Defizit im Jahr 2012 noch bei 372 000 Euro (2013: 252 500 Euro), bedeute das Jahresergebnis 2014 in Höhe von 104 992 Euro nunmehr eine Reduzierung von über 70 Prozent. "Das kann sich allemal sehen lassen", betont der VHS-Geschäftsführer, der seit zwei Jahren eisern spart. Zwei Beispiele: Die von seinem Vorgänger abgeschlossenen 13 Telefonverträge sind auf drei zurückgeführt. Die "nach außen vergebene Buchhaltung" holte er wieder zurück ins Haus. "Das spart Bares."

"Wir stehen als Bildungsträger solide da. Die VHS konnte sich dort erfolgreich als quantitativer und qualitativer Marktführer für ein öffentlich zugängliches Weiterbildungsangebot positionieren." Der Umzug habe einen neuen Schub gebracht. Die eingeplanten Sanierungskosten für die neue Bleibe, der alten FOS/BOS, sind noch nicht zur Gänze abgerechnet. Doch Frischholz ist davon überzeugt, dass die eingeplanten 486 000 Euro nicht vollständig verbraucht wurden.

Betriebskostenzuschuss

Es bleibe allerdings ein Wunschtraum, mit der VHS einmal positive Zahlen zu erreichen. "Als Bildungsträger sind wir wohl immer auf einen Betriebskostenzuschuss angewiesen", gesteht Frischholz. Für den Aufsichtsrat bedankte sich OB Kurt Seggewiß bei Geschäftsführer und Mitarbeitern der VHS, ebenso bei Peter Unger für seine Unterstützung beim Umbau der Küche in den neuen Räumen der ehemaligen Gustav-von-Schlör-Schule.

"Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter, so ist es auch in der VHS", betont Frischholz. Er verweist auf den Einsatz der Mitarbeiter, die der VHS ein Gesicht gegeben und die vielen Veranstaltungen möglich gemacht haben. "Zufriedene Kursteilnehmer sind unsere beste Motivation", unterstreicht Frischholz.
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