VHS bietet erstmals Programm für Ältere - neue Räume bezogen
Senioren kommen gewaltig

Premiere an der Volkshochschule: nicht nur, dass die Bildungseinrichtung zum Jahreswechsel neue Räume bezogen hat. Sie startet auch erstmals mit einem eigenen Seniorenprogramm durch - unabhängig vom Maria-Seltmann-Haus.

"Das wird keine Konkurrenzsituation, sondern eine Ergänzung", betonte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bei der Pressekonferenz am Montag. "Jede Einrichtung hat ihre eigene Philosophie" - das Maria-Seltmann-Hauses sei im Kern eine Seniorenbegegnungsstätte, die VHS eine Bildungsstätte - und jede Einrichtung werde weiterhin spezielle Kurse für Senioren anbieten.

Immer anspruchsvoller

Für die älteren VHS-Besucher bringe die Neuausrichtung nur Vorteile, waren sich OB Seggewiß und VHS-Geschäftsführer Stefan Frischholz einig. Es gebe immer mehr ältere Bürger. Damit steige die Nachfrage nach seniorenspezifischen Angeboten, und mit den neuen Räumlichkeiten in der ehemaligen FOS/BOS könne das Programm entsprechend ausgeweitet werden. Im Gegensatz zum alten VHS-Gebäude sei das neue außerdem barrierefrei und damit für Senioren leichter zu nutzen.

"Ältere Menschen werden immer aktiver und anspruchsvoller." Harald Krämer, zuständig für den Bereich Sprachen, Gesellschaft und Kultur, verwies auf Vormittagskurse in Englisch, Tschechisch und auch Spanisch, die vor allem von Senioren nachgefragt werden. Gleiches gelte für Exkursionen in der Oberpfalz oder auch zwei Vorträge von Reinhold Balk, der als BGS-Beamter an der bayerische-böhmischen Grenze im Einsatz war und unter anderem über den Fall des Eisernen Vorhangs berichtet.

Ein neuer Kreativraum und zwei Gymnastikräume ermöglichen es, dass nun auch Entspannungs- und Yogakurse für Senioren direkt im VHS-Gebäude angeboten werden.

Als neue Angebote im Kreativbereich nannte die zuständige Fachbetreuerin Angelika Meindl einen Malkurs und einen Nähkurs am Nachmittag sowie einen Mosaikworkshop am Wochenende.

"Zwei EDV-Räume werden derzeit eingerichtet", sagte Leo Dietrich. Besonders gefragt bei den Senioren seien Einsteigerkurse in die Computertechnik sowie in die digitale Bildbearbeitung und -verwaltung. Als "nächste digitale Revolution" kündigte er die 3-D-Drucktechnik an. Auch hier wurde deshalb ein Einführungskurs ins Seniorenprogramm aufgenommen. "Da lassen sich sogar Legosteine für die Enkel nachbauen", schwärmte Dietrich.

Instandsetzung läuft weiter

Noch instandgesetzt werden sollen nach seinen Worten eine Schreinerei, ein Keramik- und ein Metallbearbeitungs-Raum im Keller der ehemaligen FOS/BOS. Dann kann das VHS-Angebot für Senioren - und für alle Altersklassen - noch stärker ausgeweitet werden.
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