VHS-Konzept: Pausch verärgert über Auskunft der Stadt
"Äußerst frech"

Nach dem künftigen Konzept der Volkshochschule fragte CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch in einem Antrag an die Stadtverwaltung. Deren Antwort empfand er als "äußerst frech": Die Ausrichtung der VHS gGmbH, hieß es knapp, sei Angelegenheit des Geschäftsführers und des Aufsichtsrats - und "die Verwaltung somit nicht zuständig". Pausch erinnerte daran, dass die Stadt die Einrichtung maßgeblich unterstützt: "Als gewählte Bürgervertreter haben wir das Recht und die Pflicht nachzufragen, was mit dem Geld passiert."

OB Kurt Seggewiß versuchte, die Wogen zu glätten. Für die übernächste Stadtratssitzung am 15. Dezember kündigte er eine Präsentation des Konzepts an. Pausch forderte die Stadt dennoch auf, weitere Hausaufgaben zu machen: Mit dem Landkreis müsse sie dahingehend verhandeln, dass dessen Zuschüsse höher ausfallen. Obwohl der CSU-Mann dem OB dankte, dass dieser nach der unbefriedigenden Verwaltungsauskunft "eine Brücke gebaut" habe, griff Seggewiß nun Pausch an. Denn der hätte wegen der Infos keinen Antrag stellen müssen, meinte der Rathauschef. Es hätte genügt, wenn er die Aufsichtsratsmitglieder aus Reihen seiner Partei gefragt hätte.

Ausdrücklich lobte Seggewiß VHS-Geschäftsführer Stefan Frischholz: "Er macht seine Sache verdammt gut." Und er habe ein hervorragendes Konzept erarbeitet, betonte Gisela Helgath (Grüne), Vorsitzende des VHS-Fördervereins. Sie warnte davor, den Ruf der Einrichtung durch unnötige Diskussionen zu gefährden. "Meine inständige Bitte: Reden Sie gut über diese gute VHS!"
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