Viel Applaus für "Ali": Sinfonieorchester der Stadt mit märchenhafter Aufführung
Zauberkrug voller Melodien

Das Sinfonieorchester der Stadt Weiden schickt nicht nur hübsche Töne in den Saal, sondern holt auch äthiopische Märchenfiguren auf die Bühne. Beim diesjährigen Kinderkonzert in der Max-Reger-Halle ging es am Sonntagvormittag um die Geschichte "Ali und der Zauberkrug", die "Menschen für Menschen"-Initiator Karlheinz Böhm geschrieben hatte.

Für die technische Umsetzung zeichneten die Regisseurinnen Heike Hübner und Cornelia Kick verantwortlich. Klaus Hirn fungierte am Bühnenrand einmal mehr als Erzähler. Einen wunderbaren Auftritt hatte auch das Perkussionsensemble der Berufsfachschule für Musik unter Leitung von Eckhard Kopetzki. Das Sinfonieorchester wurde von Dieter Müller dirigiert.

"Allerhand" musiziert

Der musikalische Hintergrund aus der Feder von Enjott Schneider existiert in drei Fassungen: Orchesterpartitur, Streicherpartitur und kammermusikalische Fassung. Klar, dass sich die städtischen Sinfoniker für das erste Beispiel entschieden haben. Nach der Introduktion mit Stücken wie "Allerhand", "Trike Turn", "When the moon shines blue" und "Up to seven" erzählte Hirn Alis Geschichte.

Der arme Kerl und seine bitterarme Mutter haben kaum was zu beißen. In einer Gewitternacht begegnet Ali (Gregor Michl) eine weiße Gestalt (Lukas Hirsch), die sich von seinem Flötenspiel so angetan zeigt, dass sie ihm einen Zauberkrug schenkt. Fortan haben Ali und seine Mutter (Lisa-Marie Schöpf) genug zu essen und ein hübsches Dach über dem Kopf. Das ganze Dorf, samt Dorfkind Savin Kharraz, freut sich. Nur die habgierige Tante (Sophie Dostler) nicht. Die schickt Alis Cousine Amina (Hannah Weiss) zur weißen Gestalt, weil sie auch so einen Zauberkrug möchte. Nur größer noch. Auch sie spürt schließlich den Zauber - aber anders, als sie ihn erwartet hätte.

Mit viel Gefühl und spannungsgeladenen Momenten begleitete das Sinfonieorchester Ali durch seine Abenteuer. Nicht zuletzt deshalb gelang es der Franz-Grothe-Schule auf zauberhafte Weise, den vielen Kindern im Matinee-Publikum Musik vor dem Hintergrund einer Geschichte zu beleuchten, ihren Horizont in Richtung Komposition zu erweitern.

Die Bilder hatten Brigitte Smith und Stefan Volk gemalt. Die Kostüme stammten aus der "Oberpfälzer Kleidertruhe" in Vohenstrauß.
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