Viel Arbeit mit "Industrie 4.0"

Eine große Aufgabe: Arbeitsagenturchef Andreas Staible (links) und Arbeitgeberteamleiter Klaus Gredinger (rechts) beschreiben eine fast generalstabsmäßige Vorbereitung der Messe "Industrie 4.0". Bild: Bühner

Die Arbeitsagentur Weiden hat sich für 2016 viel vorgenommen. Allein die berufliche Integration der Flüchtlinge bedeutet eine große Herausforderung. Zusätzlich will sich die Behörde mit einem Großprojekt auf die Veränderungen der Arbeitswelt vorbereiten: "Industrie 4.0".

(sbü) "Die Zukunft der Industrie heißt ,Industrie 4.0'", sagt Andreas Staible, Chef der Arbeitsagentur Weiden. "Produktionsnetzwerke, Verschmelzung virtueller und realer Welt sowie die Aufteilung der Produktion in modulare Einheiten im Rahmen von ,Industrie 4.0' werden auch unsere Arbeitswelt verändern", heißt es in einem Arbeitspapier der Agentur. Auch von einer "vierten industriellen Revolution" wird da gesprochen.

Und die Arbeitsagentur Weiden will Vorreiter sein, wenn es darum geht, Erkenntnisse aus der Umstrukturierung der Wirtschaft für den Arbeitsmarkt zu entwickeln. Zusammen mit Klaus Gredinger, Teamleiter des Arbeitgeberteams, wird derzeit das grenzüberschreitende Projekt "JobAktiv-Messe zum Thema Industrie 4.0" vorbereitet. Es ist mehr als eine Industriemesse mit namhaften Unternehmen: "Wir wollen Hochkaräter wie das Fraunhofer-Institut und andere Wissenschaftsinstitute sowie Universitäten und Hochschulen mit in das Programm einbeziehen." So soll ein Kongresscharakter mit umfangreichem Begleitprogramm mit Impulsreferaten, Workshops, Vorträgen und Podiumsdiskussion vom 19. bis 21. September 2016 in der Max-Reger-Halle in Weiden geschaffen werden.

Die Tagungsergebnisse sollen wichtige Erkenntnisse und Konzepte für die zukünftige Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik liefern. Neue Berufsbilder, Qualifikationen und Kompetenzen zählen ebenso dazu wie die Auswirkungen auf Regionen oder Randgruppen des Arbeitsmarktes und die sozialen Sicherungssysteme. Ein absolutes Novum dabei ist laut Gredinger, dass sich tschechische Partner am Projekt beteiligen.

41 namhafte Experten

Für eine umfangreiche und systematische die Vorbereitung wurden drei Arbeitsgruppen zu den Einzelthemen "Bildung und Ausbildung" "Leben und Arbeit" und "Wirtschaft und Unternehmen" gebildet. In diesen Arbeitsgruppen arbeiten insgesamt 41 namhafte Experten aus Deutschland und Tschechien. Gredinger hat für sie eine Internetplattform entwickelt, damit sie miteinander kommunizieren können.

"Wir setzen auch darauf, dass die einheimische Wirtschaft sich aktiv mit Ausstellungsständen beteiligt und dabei sichtbar macht, wie ,Industrie 4.0' die Arbeitswelt verändern wird", sagt Staible. Zielgruppen für die Veranstalter sind neben dem Fachpublikum vor allem Unternehmensvertreter, Behörden und Personalfachleute aber auch Schüler, Studenten und Bildungsträger.
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