Viele Schicksale in einem Zentrum

Sie alle sprachen beim 25. Geburtstag des KfH-Dialysezentrums: (von links) OB Kurt Seggewiß, Dr. Wolfgang Rechl, Prof. Dr. Dieter Bach, Dr. Thomas Egginger, Dr. Franz Hermann Beckmann, Direktor Jürgen Spickenreuther, Dr. Stephan Kirchner und Patient Franz Nowy. Bild: hcz

Der eine spricht von einer Erfolgsgeschichte, hinter der Schicksale stehen. Der andere nennt Zahlen: Über eine halbe Million Dialysen wurden seit 1990 im "KfH-Nierenzentrum" vorgenommen. In 25 Jahren tut sich eben so einiges. Das will gefeiert werden.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des "KfH-Nierenzentrums" luden die leitenden Ärzte Dr. Franz Hermann Beckmann und Dr. Stephan Kirchner Kollegen, Mitarbeiter, Partner und Patienten zur Feier in die Max-Reger-Halle ein.

Über eine "Erfolgsgeschichte, hinter der Schicksale stehen" berichtete eingangs Dr. Beckmann. 1969 sei das "Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation" (KfH) gegründet worden. Er erinnerte an die "Kinderschuhe der Dialyse" und die Entscheidung für ein Dialysezentrum im Jahr 1988. Seither hat sich viel getan.

Die Behandlungsplätze sind von 23 auf 39 erweitert worden. In der nephrologischen Sprechstunde werden Diagnostik und Therapie chronischer Nierenerkrankungen sowie die Versorgung vor und nach einer Nierentransplantation sichergestellt. 2012 ist im selben Gebäude das KfH-Gesundheitszentrum als Medizinisches Versorgungszentrum mit hausärztlichem und nephrologischem Schwerpunkt eröffnet worden.

18 782 nutzen Kunstniere

Der Vorstandsvorsitzende des KfH, Prof. Dr. Dieter Bach (Neu-Isenburg), legte Zahlen über das segensreiche Wirken dar. Bei jährlich 3000 neu auftretenden chronischen Nierenerkrankungen im Jahr 1969 hätten nur 400 Patienten einen Behandlungsplatz an der "künstlichen Niere" gehabt. So sei es zur Gründung des KfH gekommen, das ab 1973 ambulante Dialysezentren in enger Kooperation mit den Kliniken aufgebaut habe. 18 782 Patienten würden mittlerweile in 188 KfH-Zentren, von denen ein Drittel in Bayern liege, behandelt. Hinzu kämen 21 Medizinische Versorgungszentren und drei Logistikzentren. 6925 Mitarbeiter würden sich um die Kranken kümmern.

OB Kurt Seggewiß stellte fest, dass es "gerade in unserer ländlichen Region" wichtig ist, medizinische Strukturen zu erhalten. Allen Mitarbeitern des Nierenzentrums galt sein Dank für ihr Engagement.

Dr. Thomas H. Egginger, der Ärztliche Direktor der Kliniken Nordoberpfalz betonte, dass die "unkomplizierte Entwicklung von kreativer Zusammenarbeit geprägt" sei. Gerne werde man "auch die nächsten 25 Jahre" zusammenarbeiten. AOK-Direktor Jürgen Spickenreuther würdigte die hohe Leistungsfähigkeit der KfH-Einrichtung und dass man "gut aufgestellt für die Zukunft" sei. Dr. Wolfgang Rechl, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands und Vizepräsident der Bayerischen Ärztekammer, war in der Anfangszeit der Dialyse Assistent am Klinikum. Er sagte, dass es heute Behandlungsformen gebe, die "noch vor einem Jahrzehnt nicht denkbar" gewesen wären.

Ex-Patient dankt dem Team

Franz Nowy bezeichnete sich selbst als "bestes Beispiel für die gute Arbeit des KfH". Der stellvertretende Leiter des "Landesverbands Niere Bayern" und Leiter der Regionalgruppe Weiden berichtete von seiner Behandlung anfangs im Keller des Krankenhauses, dann als KfH-Dialysepatient und schließlich von seiner Transplantation. Als Betroffener dankte er dem Team des Zentrums und besonders Dr. Beckmann, einem "engagierten Befürworter und Kämpfer für die Organspende". Musikalisch begleitete die "King Size Combo" das Fest.
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