Vielfach gepäppelt

Etwa 1000 Katzen hat Manuela Fritsch inzwischen ehrenamtlich großgezogen. Von Ermüdung gibt es keine Spur. Angefangen hat alles vor 20 Jahren bei einem Besuch im Tierheim.

Manuela Fritsch meint es ernst mit ihrem Engagement. Dieses Jahr hat sie fast fünfzig Katzen aufgezogen. Das ist für sie selbstverständlich. Seit zwanzig Jahren ist sie mit Leib und Seele Katzenmama. Wer nachrechnet, kommt auf etwa 1000 Katzen, die Fritsch so über die Jahre großgezogen hat. "Das kommt hin", bestätigt sie.

Die Leiterin des Tierheims in Weiden, Jutta Böhm, ist sehr froh über das Engagement von Fritsch. "Katzen haben wir immer zu viele", sagt sie. Angefangen hat alles am Tag der offenen Tür des Tierheims. Damals hat Fritsch vier Katzenbabys mitgenommen und aufgezogen. "Kleine Katzen haben im Tierheim schlechte Überlebenschancen, weil sie sehr viel Pflege brauchen. Da hab ich sie mit zu mir genommen." Seitdem lassen sie die Katzenbabys nicht mehr los.

Die Arbeit ist aufwendig: Am Anfang füttert sie die Tiere alle zwei Stunden. Dann krault Fritsch ihnen den Bauch. Das ist in der ersten Zeit notwendig. Sonst macht das die Mutterkatze. Fritsch springt da ein. In dieser Zeit kann sie nie richtig schlafen. Immer braucht eine Katze etwas.

Familie Fritsch hat extra ihren Dachboden ausgebaut, um die Katzen versorgen zu können. "Das haben mein Mann und mein Schwiegersohn gebaut." Über die Jahre sind es mehr Katzen geworden, die Fritsch zu versorgen hat. Auf dem Land werden Katzen heutzutage häufiger gefüttert und nicht kastriert. "Die Leute verhalten sich schon verantwortungslos", sagt Böhm. Oft werden schwangere Katzen oder Mutterkatzen mit Babys gefunden.

Katzen aufnehmen, aufpäppeln und nach ein paar Wochen weitervermitteln, das ist das Engagement von Manuela Fritsch. "Die Katzen sind alle gut sozialisiert, weil sie immer mit anderen zusammen sind." Nach dem holprigen Start ins Leben geht es für die Katzen dann aber aufwärts: Bei der Vermittlung gibt es keine Probleme. Es finden sich immer liebevolle Besitzer, die die kleinen Tiere aufnehmen.
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