Vilseck/Grafenwöhr.
US-Armee reagiert auf Bedenken

Die Mozartstraße in Vilseck: Vorne der Sportplatz, auf dem US-Staatsbürger gerne Basketball spielen, dahinter eines der drei Häuser, in dem schon ab April bis zu 60 Asylbewerber leben sollen. Gerade in dieser Nähe sehen Bürgermeister Hans-Martin Schertl und die Spitzen der Stadtratsfraktionen ein Sicherheitsrisiko. Bild: Kosarew
(tk) Die Bedenken von Bürgermeister Hans-Martin Schertl sind bei den Verantwortlichen der US-Armee angekommen. Wie berichtet, will die Regierung der Oberpfalz schon ab April bis zu 60 Flüchtlinge in Vilseck unterbringen - mitten in einer amerikanischen Siedlung. Schertl und die Spitzen der Fraktionen sehen darin ein unkalkulierbares Risiko. "Uns ist bekannt, dass es einen Vorschlag gibt, Asylsuchende in Vilseck unterzubringen", teilte Garnisons-Sprecherin Susanne Bartsch gestern auf Nachfrage mit.

In einer E-Mai an die Redaktion heißt es: "Während ihres Aufenthaltes hier betrachten die US-Soldaten, Familienangehörigen und Zivilangestellten Bayern als ihre Heimat." Die Militärgemeinde fühle sich willkommen und sicher. Die vertrauensvollen Beziehungen zu den umliegenden Gemeinden werden laut Bartsch ein Leben lang halten: "Darauf werden wir weiter mit all unseren Nachbarn aufbauen. Sowohl als Organisation als auch als Einzelpersonen."

Unbeantwortet ließ die Sprecherin die Frage, ob auch die US-Armee die Ansiedlung von Flüchtlingen in einem amerikanischen Wohngebiet verhindern möchte.
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