"Völkerverständigung" voranbringen

Den Stehempfang im Pfarrsaal eröffnete der Kirchenchor Schlicht unter Leitung von Heinz Krob mit dem Lied "Gott grüße dich". "Jetzt kann es also losgehen", meinte Vilsecks Kirchenpfleger Thomas Pröls, "die Pfarreiengemeinschaft kann beginnen." Er sicherte Pfarrer Johannes Kiefmann die Unterstützung des Kirchenrats zu. Michaela Kreuzer als Sprecherin des Pfarrgemeinderats wünschte ihm das Spüren von Gottes Nähe bei der Bewältigung seiner Aufgaben. Sie überreichte ihm symbolisch einen Schlüssel zu all seinen Pfarrangehörigen und dazu ein Schlüsselbord in Form eines Fisches.

Der Schlichter Kirchenpfleger Norbert Klier wünschte dem neuen Stadtpfarrer, dass es ihm gelingen möge, die "Völkerverständigung" zwischen den drei Pfarreien voranzubringen. "Nun wird hoffentlich zusammengefügt, was eh zusammengehört", fügte er schmunzelnd hinzu.

Kirchenpfleger Hans Regler aus Sorghof verglich das Amt des Pfarrers mit dem eines Trainers, anspielend auf Kiefmanns Freude am Fußballsport. Wie ein Trainer sich volle Stadien wünsche, so strebe ein Priester volle Gotteshäuser an, sagte er. Nicht nur die treuen Fans sollten kommen, sondern auch alle anderen. Ein Pfarrer müsse sich neben der seelsorglichen Tätigkeit auch unters Volk mischen und auf vielen Veranstaltungen zu sehen sein. "Neue Gedanken und Wege werden der Großgemeinde gut tun", ergänzte er. Im Namen des Frauenbunds Vilseck gratulierte Monika Mrosek dem neuen Präses. Als Leiterin der Kindertagesstätte St. Josef lud sie zu einem gemütlichen Beisammensein mit Tanz und Gesang in den Kindergarten ein.

Als einen besonderen Tag für die Großgemeinde bezeichnete Bürgermeister Hans-Martin Schertl die Installation des neuen Stadtpfarrers. Er begrüßte ihn als Seelsorger, Prediger, Moderator und Manager, mit dem sich auch die Stadt ein gutes Einvernehmen wünsche. Das Bildgeschenk mit Vogelturm soll Kiefmann an seine Amtseinführung erinnern.

Dass sich der Geistliche auch für die Völkerverbindung einsetzte, erfuhr man von Luis-Andreas Hart aus Schirnding. Bei der Renovierung der Wallfahrtskirche Maria Loreto habe sich Kiefmann bereits als Praktikant in Waldsassen sehr engagiert. Mit einer Muttergottesstatue, die von Bischof Mixa geweiht wurde, dankte Hart dem Marienverehrer für die Rückführung des Gnadenbildes im Jahre 2008. (rha)
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