"Völlig haltloser Vorwurf"

Die Flüchtlinge, Europa und die Diskussionen darüber waren nur ein Aspekt bei der CSU Hammerweg. Im Mittelpunkt standen auch zahlreiche Ehrungen für langjährige Treue zur Partei. Bild: Kunz

CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch hat noch einmal klar gestellt, dass er nie Bundeskanzlerin Merkel mit Hitler verglichen habe. Solche Vorwürfe seien völlig haltlos, sagte er beim Ehrenabend der CSU Hammerweg.

"Wenn man ein Loblied auf die Demokratie singt, und sie ist ein hohes Gut, und wenn man in diesem Zusammenhang dann darstellt, warum Demokratie wichtig ist und warum man sie haben will, dann gibt es Leute, die lesen aus diesen Ausführungen Sachen heraus, die sie einfach eben herauslesen wollen." Fraktionschef Wolfgang Pausch reagierte bei der Jubilarehrung der Hammerweg-CSU auf den völlig haltlosen Vorwurf einer ehemaligen CSU-Stadträtin, er habe bei einer CSU-Veranstaltung in der Stockerhut Merkel mit Hitler verglichen.

Diese Leute würden einen nicht persönlich ansprechen, kritisierte Pausch. "Wir werden nach wie vor unsere Meinung sagen." Die Themen seien nicht einfach,. von der Kommunal- bis zur Europa-Politik.

Vorbild Strauß

"Das würde man sich schon ein bisschen mehr Solidarität wünschen, gerade in der Flüchtlingsfrage. Hier wäre noch mehr Europa notwendig." Und: "Wenn man die Diskussionen an den Stammtischen verfolgt, oder Leuten im geschützten vertrauten Bereich zuhört, dann sind das durchaus andere Worte, die man vernimmt, als die, die in den Medien verbreitet werden." Er halte es mit Franz-Josef Strauß, sagte Pausch. "Rechts neben der CSU darf es keine legitimierte Partei geben."

Die Festrede hielt die Vorsitzende der Frauen-Union, Sabine Zenger. "Die Flüchtlingsströme, die unser Land ereilen, beschäftigen uns weiterhin." Einstimmig hätten die Delegierten beim Landesparteitag der CSU die geforderte Obergrenze angenommen. "Unsere Grenzen der Hilfestellung sind nicht nur erreicht, sondern überschritten." Gerade jetzt in der Adventszeit sollte die Politik aber die heimischen Menschen nicht vergessen, die hilfsbedürftig sind. Menschen in Armut, die sich in diesem Land in erschreckender Zahl in einer ausweglosen Verfassung befänden. "Viele leben an der Armutsgrenze. Hier aber sind keine Fernsehteams oder Zeitungsreporter am Werk, um dies in die Öffentlichkeit zu bringen."

CSU-Kreischef Stephan Gollwitzer erinnerte an 70 Jahre Weidener CSU im kommenden Jahr und motivierte die Zuhörer, einmal wie er, eine Viertelstunde in der Josefskirche zu verbringen, um wieder Kraft zu tanken. Ortschef Gerhard Hegner betonte, man solle sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren.

Ehrungen

Für 50-jährige Treue wurden Hans Neumann und Georg Schneider geehrt. Für 40 Jahre Georg Kucz, für 35 Jahre Stefan Kastner, für 30 Jahre Ludwig Ruß, für 25 Jahre Max Zierock und für 20 Jahre Martin Kneidl.
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