Volkshochschule plant Aktion mit Asylbewerbern - Trennung von Maria-Seltmann-Haus spart 13 000 ...
Promi-Kochen in neuer Küche

Peter Unger hat die komplette Küche der VHS gesponsert. Der Förderverein und Ehrengäste gingen nach der Jahreshauptversammlung zum Praxistest über. Bild: uz
(uz) Der Förderverein der Volkshochschule will mit Hilfe eines Promikochens in der hauseigenen Schulküche Asylbewerber und Kunden der "Tafel" ans Haus binden. Dabei sollen Weidener Persönlichkeiten die Schürzen schnüren und ihre Gäste mit einem Drei-Gänge-Menü beglücken. "Liebe geht durch den Magen", begründete Stephan Kolb das Vorhaben.

Davon zeigte sich auch OB Kurt Seggewiß überzeugt: "Mit Reden kommen d'Leit zamm. Das geschieht am besten beim Essen." Man hoffe, mit dieser Aktion neue Mitglieder gewinnen zu können. Der Rathauschef sprach von "Teilhabe am gesellschaftlichen Leben."

Dazu wollen die Verantwortlichen den Platz zwischen VHS und Keramikmuseum sperren lassen. Bei gutem Wetter werde die Bewirtung im Freien stattfinden. VHS-Geschäftsführer Stefan Frischholz dankte in diesem Zusammenhang besonders Peter Unger, der die komplette Kücheneinrichtung gesponsert hatte. Der Förderverein will eine Vitrine für Küchengeschirr beisteuern. Frischholz sah die VHS auf gutem Wege. "Wir haben schwierige Zeiten durchgemacht, sind jetzt finanziell aber stabil." Dabei würdigte er vor allem die Verdienste der Mitarbeiter.

Kritik an Titelbild

Die neu gewählten Revisoren heißen Renate Jahreis und Manfred Kuchner. Letzterer kritisierte das Titelbild auf dem "Seniorenprogramm" der VHS. "Ja, ist denn Herr Frischholz vom Pferd getreten worden? Das ist ein Foto wie aus einem Cowboyfilm." Für ihn sei das "rausgeschmissenes Geld". Er tue sich schwer, so eine Broschüre zu bezuschussen.

Die VHS hatte das "Seniorenprogramm" einmalig aufgelegt, weil man die Kooperation mit dem Maria-Seltmann-Haus aufgekündigt habe, erklärte Frischholz. Durch die eigenen Räume habe man beschlossen, diesen Bereich selbstständig zu führen. Während das Maria-Seltmann-Haus als "Begegnungsstätte" definiert sei, hege man als VHS den Anspruch einer "Bildungseinrichtung." Außerdem spare man pro Jahr 13 000 Euro an Mietkosten an das Maria-Seltmann-Haus. "Diese Entscheidung war positiv für beide Seiten." Mit der Broschüre wollte man auf die Neuausrichtung aufmerksam machen, sagte Frischholz. Dies sei ein einmaliger Vorgang gewesen. Künftig werde man das Seniorenprogramm ins VHS-Programm integrieren.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.