Vom "Café Vaterland" zum "Bräustüberl"

1928 erhielt Matthias Höllerer die Konzession zu Betrieb eines Kaffeehauses mit Ausschank von Flaschenbier, Wein und Spirituosen, das den Namen "Café Vaterland" erhielt, berichtet Stadtarchivarin Petra Vorsatz, die für den NT in den Archiven nachsah. Nach fünf Monaten erfolgte eine Ausdehnung "auf die im Erdgeschoss befindliche Weinstube, Eckzimmer" und die Genehmigung zum Ausschank von Fassbier.

Nach dem Tode ihres Mannes übernahm Maria Höllerer im März 1934 das Café und erweiterte es 1936 um "das neben der Weindiele gegen die Türlgasse zu gelegene Zimmer". 1941 schloss sie die Weinstube.

Die Amerikaner beschlagnahmten 1945 das Café und richteten es als Clubraum ein. Erst 1948 wurde es wieder freigegeben und von Frau Höllerers Sohn Otto Schäffer, der in München eine Kaffeerösterei und ein Hotelporzellangeschäft führte, übernommen. 1951 ging das "Vaterland" in den Besitz von Alois Ponnath über. Unter dem Pächter Helmut Blatt, sein Sohn Manfred (gest. 2013) wurde später Besitzer des Anwesens, erfolgte 1965 die Erweiterung zur Gastwirtschaft. (wd)
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