Vom Lehrling zum Aufsichtsrat

Ein halbes Jahrhundert ist Rainer Fenk (Mitte) bei der Bahn, inzwischen als DB-Aufsichtsratsmitglied und Betriebsratsvorsitzender der DB Regio Bayern. Zu Jubiläum gratulierten (von links) Heiko Büttner (Personal DB Vertrieb), Klaus Müller (Leiter Regionalnetz DB Netz AG), Marion Rövekamp (Vorstand Personal DB Regio), Norbert Klimt (Vorstand Finanzen und Controlling DB Regio) sowie von der DB Regio Bayern Martin Walz (Regionalleiter Produktion) und Thomas Heimrich (Regionalleiter Finanzen). Bild: Dobmeier

Vor 50 Jahren begann er als Lehrling im Ausbesserungswerk der Bundesbahn. Da konnte Rainer Fenk nicht ahnen, welche Weichenstellungen in seiner Karriere noch auf ihn warten würden. Nun, zum Dienstjubiläum, ist er längst eine Institution für viele Kollegen. Entsprechend groß war die Schar der Gratulanten.

Zwei Stationen einer Laufbahn: 1965 startete Rainer Fenk als Maschinenschlosser-Lehrling im AW Weiden bei der Deutschen Bahn. 2015 ist er Betriebsratsvorsitzender der DB-Region Bayern und DB-Aufsichtsrat. In den 50 Jahren dazwischen stand ein steiler Aufstieg als Interessensvertreter für viele Bahnbedienstete. Nun, zum Dienstjubiläum, gratulierten ihm bei einer Feier im "Hotel Heimat" Weggefährten, ehemalige und aktuelle Chefs sowie DB-Vorstandmitglieder.

So schilderte etwa Marion Rövekamp vom Vorstand Personal der DB Regio aus Frankfurt den beruflichen Werdegang Fenks. Hansrüdiger Fritz, Sprecher der Regionalleitung, stellte die Stärken und Schwächen des Gewerkschafters heraus. Weitere berufliche Stationen des Irchenriethers Fenk waren die Ernennung zum Lokführer 1974 und zum Hauptlokführer 1989. Gemeinsam mit seinem Vater fuhr er als Heizer in der Dampflok. 1993 begann dann seine gewerkschaftliche Laufbahn als gewählter Personalrat in Weiden und Hof. 1998 begleitete der heute 64-Jährige die zweite Stufe der Bahnreform. Seit diesem Jahr erstreckt sich sein Zuständigkeitsbereich auf den Gesamtbetriebsrat Nahverkehr in Regensburg. Ab 2002 war er Betriebsratsvorsitzender für Ostbayern. Seit 2004 - und bis heute - wirkt er als Betriebsratsvorsitzender der DB-Regio Bayern mit Sitz in München. Seit 2012 fungiert Fenk zudem als Mitglied des Aufsichtsrates der DB Regio AG.

Von den zahlreich angereisten Wegbegleitern und Bahnfunktionären bekam Borussia-Dortmund-Anhänger Fenk nicht zuletzt Fanartikel geschenkt. EVG-Kollege Peter Boot bezeichnete den Kollegen als Freund, auf den man sich verlassen konnte und der sich nie verbiegen ließ. "Der Vorsprung gegenüber anderen und Streitbarkeit in der Sache zeichnete den Jubilar aus - und das war gut so", sagte Helmut Diener, Vorsitzender des Vereins Mobifair. Bedauernde Worte fand dagegen stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Franz Popp - und zwar deshalb, weil sich Fenk, der Eisenbahngeschichte geschrieben habe, zum Ende des Jahres in den Ruhestand verabschieden werde. Fenk dankte nicht zuletzt seiner Frau Maria und seiner Familie für die Unterstützung während all der Jahre.
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