Vom Säugling bis zum Senior

Sie sind die Ersten ihrer Art. Zwanzig Schüler beendeten die Generalistische Pflegeausbildung, die ein neues Berufsfeld eröffnet. Bild: hfz

Die Pflege alter und junger Menschen wird bis jetzt in unterschiedliche Ausbildungen gelehrt. Ein Gesetz soll das ändern. Weidener Schüler haben in einem Modellprojekt die neue Pflegelehre abgeschlossen.

Ein Schulversuch ist die "Generalistische Pflegeausbildung" der Gesundheitsakademie "New-Life" der Kliniken Nordoberpfalz AG. Die Schule verabschiedete den ersten Abschlussjahrgang der neuen Pflegeausbildung. Hier wurden die drei Pflegefachberufe "Altenpflege", "Krankenpflege" und "Kinderkrankenpflege" zusammengeführt. Daraus entsteht ein ganz neuer Pflegeberuf. Diese Art der Ausbildung wird Grundlage für das neue Pflegeberufe-Gesetz sein, das noch in diesem Jahr erwartet wird.

Die neue Ausbildung lehrt die Pflege von Menschen aller Altersgruppen, vom Neugeborenen bis zum alten Menschen. Auf der Internetseite des Deutschen Pflegerates nimmt dessen Präsident dazu Stellung: "Weil die Grundelemente der Pflege immer dieselben sind, macht es keinen Sinn, bei den Versorgungssystemen zwischen alten und jungen Patienten zu unterscheiden." Hintergrund des neuen Ausbildungsplanes ist wohl auch, dass es zu wenig Bewerber für die einzelnen Pflegeberufe gibt.

Neben den theoretischen Stunden erhielten die Schüler der Gesundheitsakademie in ihrer dreijährigen Ausbildung auch eine praktische Lehre in den Fachabteilungen der Kliniken Nordoberpfalz AG. Zusätzlich gab es externe Praxiseinsätze im Bezirkskrankenhaus Wöllershof, in der ambulanten Pflege und im Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth.

Insgesamt 20 Absolventen verabschiedeten die Leiterinnen der Gesundheitsakademie und der Kinderkrankenpflegeschule Christel Glück-Baisch und Waltraud Clemenz. Die Klassenleitung übernahmen Lucia Ziegler und Martina Männer. Den Abschlussgottesdienst leiteten die Seelsorger Sabine Dachauer und Helmut Brandl in der Kapelle des Klinikums in Weiden.

Vier der Absolventen werden von der Kliniken Nordoberpfalz AG übernommen. Simon Popp sticht hervor, nicht nur als Prüfungsbester mit einem Notendurchschnitt von 1,33, sondern auch in dem eher weiblich geprägten Studiengang. Den zweiten Platz mit einer Note von 1,66 teilen sich Verena Stengl und Joanna Wolny. Die drei Prüfungsbesten können sich um ein Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) bewerben.
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