Von der "Waldeslust" bis zur Glaspyramide - Glaskunstabend hätte mehr Besuch verdient
Glaskunst in vielen Facetten

Federleicht und filigran - die Spirelli-Mobile von Katja Schetting: Schwebende Farbtupfer im Raum, die gute Laune verbreiten.
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
05.03.2012
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Die Welt ist klein: Zum ersten Mal hatte die Künstlerin Susanne Kindler-Bodammer die Möglichkeit, beim Glaskunstabend persönlich dabei zu sein. Prompt traf sie die Mutter einer Schülerin, die bei ihr in Neu-Gablonz Unterricht hatte. Überhaupt ergab sich so manche nette Begegnung an diesem Abend. Mit den Künstlern, aber auch mit Kunstinteressierten. Das Thema lag auf der Hand: Glaskunst - an diesem Abend in vielen Facetten präsentiert.

Schade nur, dass sich - trotz milder Temperaturen - in diesem Jahr relativ wenige auf den Weg gemacht hatten, um der Kunst in der Weidener Innenstadt nachzuspüren. Denn es hat sich gelohnt! Nicht nur wegen der beeindruckenden Werke von Vladimir Klein und Engelbert Süss, die am Samstagabend bereits im Neuen Rathaus zu besichtigen waren.

Auch die beteiligten Einzelhändler präsentierten - unter Federführung von Tobias Sonna - wieder sehenswerte Exponate. Mit Glas und Holz setzt Susanne Kindler-Bodammer bei einigen ihrer Ketten - zu sehen bei Uhren-Gold Sebald - farbenfrohe Akzente. Ihr persönliches Lieblingsstück, wie sie verriet: Die Kette "Waldeslust" - mit Eulen und Bäumen aus Glas. Filigran und federleicht: So wirken die Spirelli-Mobiles von Katja Schetting - zu sehen bei Sonna. Selbst wenn sie teilweise die halbe Raumhöhe einnehmen. Bunte Farbtupfer, die durch den Raum schweben. Wenn das nicht Laune macht.

Nicht nur mit Häppchen und Wein, sondern auch noch mit Musik garniert: Zarte Werke aus Keramik und Bernstein-Schmuck. Elina Märtin und Anita Milbreta hatten zu der Ausstellung in die "Lettische Botschaft" eingeladen. Neben seinen Glasvasen in Incalmotechnik zeigte Cornelius Réer bei Schmuck & Gerät Prüll farbige Glasschalen und Gläser - und erklärte gerne die Herstellung.
Spannende FarbspieleStimmungsvolle Lichtspiele in der Nacht: Die Glasstelen "Wild Curry" - entworfen von Cornelia Schießl - schufen spannende Farbspiele im Hinterhof von "Ufer 1". Ebenfalls sehenswert hier: Glasobjekte von Paul Gora, wie seine Pyramide "Egypt". Den Bogen bis ins 19. Jahrhundert spannte Irina Kern bei Uhren - Schmuck Gruhle. Seit über 30 Jahren sammelt die Künstlerin Glasperlen aus Böhmen, Murano und Afrika. Seit 20 Jahren gestaltet sie selbst Schmuck: Ketten nach historischem Vorbild, aber auch moderne, aus selbst entworfenen Perlen.

Wer den Glaskunstabend verpasst hat: Sämtliche Exponate sind noch bis 31. März zu sehen.
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