Von Malstiften bis Übersetzungsdiensten: Asylberaterin und "Netzwerk Asyl" koordinieren ...
Kleine Hilfen, große Wirkung

NT-Chefredakteur Norbert Gottlöber (Mitte) und Chef vom Dienst Michael Ascherl (rechts), bis 2013 Mitorganisator des Freundschaftsmarathons, übergaben die Restbestände an Teilnehmertrikots an Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler vom AK Asyl. Bild: Hartl
(ca) Nicht wundern, sollten überraschend Asylbewerber in knallbunten Laufshirts unterwegs sein. Es handelt sich um Restbestände aus sieben Jahren Freundschaftsmarathon von 2006 bis 2013, überreicht von den Organisatoren an das "Netzwerk Asyl". Viele wollen helfen. Asylberaterin Nadine Röckl-Wolfrum (Diakonie), Manfred Weiß und Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler vom "Netzwerk Asyl" und dem Arbeitskreis Asyl wissen, wie:

Spielsachen: In der Berufsschulturnhalle sind am Wochenende syrische Familien mit rund 15 Kindern eingetroffen (aktueller Stand: 80 Personen). Gut wären Malstifte mit Papier, Matchbox-Autos und Kuscheltiere. Sinnvoll wäre zudem Außenspielzeug wie Bälle und Frisbees, keine kleinteiligen Spiele oder Puzzles.

Kleidung: " Kleidung ist immer zu wenig, es kommen ja immer Neue", sagt Manfred Weiß. Die Berufsschulturnhalle ist eine Art "Durchgangslager". Aktuell richten die Helfer in einer Umkleide eine Kleiderkammer ein. Zum Sortieren werden Freiwillige gesucht: "Vielleicht hat jemand im Urlaub Zeit." Kleiderspenden sollen nicht "direkt über den Zaun" angeliefert werden, sondern beim Roten Kreuz, Ulrich-Schönberger-Straße (Stadtfriedhof), abgegeben werden.

Übersetzer: Aktuell sind rund zehn Übersetzer (Arabisch, Farsi, Paschtu) im Einsatz, alles ehrenamtliche Muttersprachler aus dem Raum Weiden. "Gold wert", sagt Nadine Röckl-Wolfrum. "Die kennen sich hier aus und können viele Fragen beantworten." Verstärkung ist willkommen.

Junge Männer: Dringend gesucht werden junge Männer für die Betreuung gleichaltriger Flüchtlinge. Nadine Röckl-Wolfrum hat in der Beratung zwar kein Problem mit den jungen Männern: "Aber es wäre schön, wenn sie auch Kontakt zu Männern hätten, zum Beispiel über Sport."

Helfer/Paten: Das "Netzwerk Asyl" zählt rund 50 Aktive. "In der Regel sind das erwerbstätige Bürger, die sich nach Feierabend engagieren", sagt Weiß. Er hofft auf Rentner, die auch tagsüber Aufgaben übernehmen. Wie viel Zeit muss man mitbringen? Pauckstadt-Künkler: "Ab einer Stunde die Woche." Weiterhin werden Paten gesucht, besonders für die 100 Bewohner von Camp Pitman.

Transportfahrer: Pfarrer Pauckstadt-Künkler düst mit dem Gemeindebus der Pfarrei kreuz und quer durch die Stadt. Fahrräder abholen, Hilfsgüter einsammeln. Sein "Pool" an Fahrern beträgt sechs Mann und braucht Verstärkung. "Ich brauche Leute, die einfach nur Auto fahren."

Für alle Sachspenden, Fahrräder und potenziellen Transportfahrer ist der Ansprechpartner Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler, erreichbar über das evangelische Pfarramt Rothenstadt (Telefon 0961/43472, das Büro ist vormittags besetzt).

Helfer, Paten, Übersetzer können sich bei Asylberaterin Nadine Röckl-Wolfrum melden, bitte per Mail: asylberatung@diakonie-weiden.de.

Kleider und Schuhe direkt an die BRK-Zentrale, Ulrich-Schönberger-Str. 11, wochentags 8 bis 16 Uhr, freitags 12 Uhr, Telefon 0961/390020.
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