Von unschätzbarem Wert

Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher (Fünfter von rechts) ist treuer Leser der Schriftenreihe "Oberpfälzer Heimat" - seit seinem sechsten Lebensjahr. Petra Vorsatz (Sechste von links) stellte jetzt den 59. Band vor. Bild: uz

Der Heimatkundliche Arbeitskreis im Oberpfälzer Waldverein stellte in der "Almhütte" den 59. Band der Reihe "Oberpfälzer Heimat" vor. Auf 224 Seiten berichten 17 Autoren aus der Region fundiert über historische Begebenheiten aus der Oberpfalz.

Weiden. (uz) Auch im jüngsten Band kommen Personen und Persönlichkeiten sowie die kleinen Geschichten am Wegesrand nicht zu kurz. Autoren waren Sebastian Schott, Georg Kick, Harald Fähnrich, Adalbert Busl, Ernst Thomann, Thomas Bäumler, Julian Bäumler, Franz Bergler, Josef Eimer, Anton Fleischmann, Bernhard Fuchs, Werner Perlinger, Heinrich Deinzer, Bernhard M. Baron, Klaus Ibel, Georg Schrott und Thomas Freller.

Besprochen werden Themen zum Nationalsozialismus, ein salisches Ortsband, die Gemeinde Waldthurn, Dichter Oswald Hafner oder neuentdeckte vorgeschichtliche Siedlungs-Cluster entlang einer Uraltstraße im Gemeindegebiet von Altenstadt und Neustadt. Auch das Straflager Steinmühle und die Schützengesellschaft Vilseck.

Bezirkstagsvizepräsident Höher erzählte, dass er seinen ersten Band als Sechsjähriger von seinem Vater geschenkt bekommen habe: Band 4 aus dem Jahr 1959. Besonders beeindruckt habe ihn der Aufsatz von Josef Kick über die Geschichte des Alten Schulhauses ("Ein Hochhaus aus dem 16. Jahrhundert"). Bis heute komme er deshalb gerne zum Arbeitskreis und besuche das Kulturzentrum Hans Bauer wöchentlich. Auch habe er es in den vergangenen Jahrzehnten nie versäumt, seinen Jahresband der "Oberpfälzer Heimat" zu erwerben. Es sei eine großartige Leistung, über 60 Jahre eine so qualitätsvolle Schriftenreihe herauszugeben. Wenn es die "Oberpfälzer Heimat" nicht gäbe, wäre vieles über die Geschichte unserer Heimat verloren gegangen. Als Vertreter des Bezirks Oberpfalz sei es für ihn schon gar nicht mehr nachvollziehbar, seit wann die "Oberpfälzer Heimat" durch den Bezirk finanziell unterstützt werde. "Kein Pfennig und kein Cent war vergeblich."

Vorsitzende Petra Vorsatz dankte ihrem Team, das sie bei der Herausgabe der "Oberpfälzer Heimat" unterstütze, an erster Stelle Schriftleiter Adalbert Busl, der viel Zeit für die Redaktion opfere. Ferner dem Verleger Eckhard Bodner und natürlich Franz Bergler, ehemaliger Mitarbeiter im Stadtarchiv Weiden, der trotz seiner Pensionierung bis heute den Versand organisiere.
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