Vor 25 Jahren
Es stand im Neuen Tag

Zwack überrascht. Bürgermeister Günter Zwack ist "ehrlich überrascht", dass die SPD ihn einmütig als Gemeinde-Wahlleiter benennt. Nur MdL Willibald Moser meint, ein Veto wäre konsequenter gewesen. Michael Girkes Äußerung, Zwack nicht mehr zum Bürgermeister zu wählen, gefährde den Posten des 3., von der SPD gestellten, Bürgermeisters.

1994/96 endgültig Schluss. MdL Willibald Moser reagiert auch gelassen auf die Absicht der Genossen, den Eslarner Fritz Mörtl als Landtagskandidaten zu nominieren. "Für mich ist 1994/96 Schluss mit Stadtrat und Landtag. Ich hoffe, dass sich bis 1990 ein geeigneter SPD-Fraktionschef findet."

Blutauffrischung nötig. Im Wahlkampf will die Junge Union die "Etablierten" mit "grünen Forderungen" das Fürchten lehren. Sie fordert 10 der 40 Listenplätze für sich. "Der Stadtrat braucht dringend eine Blutauffrischung. Rainer Sindersberger ist derzeit mit 37 Jahren der Jüngste."

Türkischer Minister in Weiden. Die Türkei hat wegen 300 000 türkischstämmigen Bulgaren ähnliche Probleme wie Deutschland mit seinen DDR-Flüchtlingen. Deshalb informiert sich Staatsminister Ercüment Konukman, wie Weiden die Flüchtlings-Problematik löst.

Kugelschreiber gesucht. Der Ansturm der DDR-Flüchtlinge hat viele auszufüllende Anträge zur Folge. Deshalb bittet der BGS die Bürger, an der Ostmark-Kasernen-Einfahrt möglichst viele Kugelschreiber für die Formular-Flut abzugeben.

Enorm gefordert. Ein wichtiger Aspekt beim DDR-Flüchtlingsproblematik ist die Ernährung. Die Kasernen-Küche ist seit drei Wochen enorm gefordert. Küchenchef Adolf Kick und seine 40 Mitarbeiter müssen täglich insgesamt 1400 Verpflegungsteilnehmer versorgen. Die "Vollpension" kostet 5,15 Mark.

Bürgerbräu klagt. Das Tauziehen geht weiter. Geschäftsführer Dr. Hans Hauck plant die Bebauung des Festplatzes mit 60 Ein- und Zwei-Familienhäusern. Vor dem angerufenen Verwaltungsgericht betont er: "Mein Areal liegt inmitten von Wohngebieten."

Abschied. Im Pfarrheim Herz Jesu erfolgt die feierliche Verabschiedung des THW-Ortsbeauftragten Hans Wieland . Damit endet eine 13 Jahre währende Ära. Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Albert Lukas. In den vergangenen Wochen war das THW mit 1500 Helfern im DDR-Flüchtlings-Einsatz.

Vor 50 Jahren

Viel Zuspruch. "Gut angekommen" ist das Mädchenjugend-Seminar St. Josef. 40 Mädchen zwischen 15 und 25 Jahren hören Vorträge über "Benimm dich", "Frau und Kind" oder "Freizeit und Musik". In der Praxis lernen sie basteln und häusliche Krankenpflege.

Stadtarchiv erschlossen. Stadtarchivarin Annemarie Krauß hat ihr rund 300 Seiten umfassendes Werk über alle verborgenen "Schätze" ihres Hauses nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Das NT-Foto zeigt Weidens ältestes Stadtsiegel aus dem Jahr 1451. (tap)
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