Vor 25 Jahren
Es stand im Neuen Tag

Unverschämtheit! Mit dieser Vokabel bewertet CSU-Fraktionschef Gerd Hofmann den SPD-Vorwurf, die Wohnungsnot sei "hausgemacht." "Die CSU hat im Vorjahr acht Anträge gestellt, die SPD nur einen. Fordern kann man alles, auch den Bau einer U-Bahn."

Zufriedener OB. Trotz des Investitions-Booms (90 Millionen Mark) steht die Stadt auf gesunden Füßen. Die Zinsbelastung beträgt nur 2,14 Prozent des gesamten Verwaltungshaushalts. Dafür gilt Stadtkämmerer Hermann Sattler ein Sonderlob.

Herzer tritt an. Nach CSU und SPD benennt nun auch die GUL ihre 14 Stadtratskandidaten. Die Liste führen wieder Jost Hess und Brigitte van de Witt an. Ihnen folgt Wolfgang Herzer, der nach langem Zögern "sein Gewicht einbringen will und soll".

Doch noch ein Erfolg? Immer mehr Geschäfte praktizieren den "langen Donnerstag", und immer mehr Kunden nutzen ihn. Der Umsatz bei "Hertie" ist höher als der im Nürnberger "Hertie". Einzelhändler-Chef Gregor Jewdoschenko freut sich besonders über kauffreudige Diplomaten aus Prag.

Bürgersinn gefragt. Nach einem von Hans Robert Thomas geförderten Konzert fordert dieser eine Solidaritäts-Aktion zur Finanzierung der künftigen Stadthalle. Vorbild ist der von ihm gegründete Förderverein für Kammermusik. Dabei denkt er auch an eine "Baustein-Aktion", die zum Kauf eines zehn Mark teuren roten Ziegelsteins animiert.

Skeptische DDR-Aussiedler. Das Urteil der befragten Neubürger ist eindeutig: "Der Krenz ist doch Honeckers Zögling. Jetzt kommen noch Verschärfungen." Vor dem Interview musste der NT den Aussiedlern volle Anonymität zusichern.

Bahn-Reportage. 40 Journalisten aus ganz Deutschland kommen auf Einladung der Bundesbahn in die Max-Reger-Stadt - in einem Interregio-Zug. Dessen Waggons sind in Weiden bei der PFA gebaut worden. Die ist auch das Hauptziel der Informationsreise.

Südafrikanischer Abend. Hotelier Johannes Franz jun . ("Europa") hat zu einem Sieben-Gänge-Menü eingeladen. Ehrengäste sind die Eheleute Morkel. Er ist Professor und Botschaftsrat an der südafrikanischen Botschaft in Bonn, seine Frau Referentin im selben Haus.

Vor 50 Jahren

Unklares neues Gesetz. "Der Tod lauert am Zebra-Streifen", schreibt der NT nach zwei tödlichen Unfällen in Weiden und Marktredwitz. Der ADAC kommentiert: "Nach der Verkündung des neuen Gesetzes hat die Zahl der Unfälle bundesweit zugenommen."

Gefährlicher Schulweg. Der Vereinskartell-Vorsitzende Franz Gläßer fordert einen zusätzlichen Zebra-Streifen in der Pressather Straße. "Dort sind die Schulkinder stark gefährdet. Und auch die Bus-Verbindung ist in diesem Stadtteil unzweckmäßig."

Wasser aus Weiden. Ein NT-Foto zeigt, wie OB Hans Schelter mit dem Aufdrehen eines Schiebers die Genossenschaft Ullersricht an das Weidener Wasserleitungsnetz anschließt. Hans Preuß (Ullersricht) dankt für die "Hilfe aus Wassersnot". (tap)
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