Vor 25 Jahren
Es stand im Neuen Tag

Nur im Notfall bereit. Martin Herrmanns Suche nach einem neuen Stadtjugendring-Vorsitzenden gestaltet sich schwierig. Doch da erklärt Stadtrats-Kandidat Karlheinz "Robby" Rothballer (39) überraschend seine Bereitschaft für dieses wichtige Ehrenamt. "Aber nur im Notfall," setzt er hinzu.

Weiterer Kandidat. Jetzt erklärt sich auch Stadtrat Rainer Sindersberger bereit, für zwei Jahre das Amt zusammen mit Alfons Heidingsfelder zu übernehmen. Einzige Bedingung: Das Jugendzentrum wird aus der Zuständigkeit des Stadtjugendrings herausgelöst.

SPD-Antrag. Derzeit sind alle Industrie-Gebiete "ausverkauft." Deshalb beantragt die SPD-Fraktion den Ankauf eines Teils des "eh zu großen Standort-Übungsplatzes". Zusätzlich fordern die Genossen, sämtliche sofort bebaubaren Grundstücke zu ermitteln.

"Jubiläum". Im Erstaufnahme-Lager in der Ostmark-Kaserne registriert man als 20 000. DDR-Übersiedler, das Ehepaar Tröltsch. Er ist Kraftfahrer, sie war bisher Pharmazie-Ingenieurin. Sie und ihre zwei Kinder werden durch den BRK-Beauftragten Johann Fische r und von Major Ewald Scholz mit Blumen begrüßt.

Franz Grothe-Souvenirs. Der dankbare OB Hans Schröpf freut sich über zwei Dauerleihgaben der Franz-Grothe-Stiftung, die an den großen Komponisten erinnern sollen. Es sind ein Taktstock und der Paul-Lincke-Ring. Hinzu kommen eine Goldene Schallplatte und diverse Urkunden.

Bunter Senioren-Nachmittag.Im Josefshaus moderiert Werner Heinein buntes Senioren-Programm für 650ältereMitbürger. OB Hans Schröpf zeichnet fünf Aktive besonders aus: Else Schiegl, Ingrid Lang, Gisela Rösel, Josef Feilner und Christa Reindl.

Sonntags geöffnet. Während die Betriebsräte der Verbrauchermärkte nicht "mitspielen", öffnen die Bekleidungshäuser sonntags von 11 bis 19 Uhr. Man erwartet rund 2000 Kunden. Das städtische Begrüßungsgeld wird von den DDR-Besuchern zum Kauf genutzt.

Taufe abgelehnt. Nur vereinzelt bitten Übersiedler um die Taufe. Zwei evangelische Pfarrer haben die Bitte abgelehnt, um die Neubürger nicht "zu schnell zu vereinnahmen". Das Kirchenamt empfiehlt, milde Maßstäbe anzulegen.

Vor 50 Jahren

27 Millionen-Etat. Für Stadtkämmerer Josef Wachter ist der buchdicke Haushaltsplan kein "Buch mit sieben Siegeln". Dahinter sieht er "das pulsierende Leben der Stadt". Seit Ende der Hochkonjunktur mahnt er die Stadträte immer wieder zur Sparsamkeit.

Neuer Vorstand. Als Nachfolger von Robert Kuhnle wählt der Heimatring Baron Jesper von Saß einstimmig zum neuen Vorsitzenden. 32 Delegierte von 39 Vereinen sind präsent. Die Termin-Koordinierung hat sich gebessert.

Eisenbahner-Ehrung. Bei der Jubilar-Ehrung der GdED verweist OB Hans Schelter auf die schicksalhafte Verbindung der Stadt mit ihren "Bahnerern". Johannes Haslauer ist mit seinen 60 Jahren als GdED-Mitglied am längsten dabei. (tap)
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