Vor 25 Jahren
Es stand Im Neuen Tag

Viele Dankesbriefe. Rund 50 000 DDR-Bewohner haben in den vergangenen sechs Wochen Weiden besucht. Sehr viele bedanken sich schriftlich für die Aufnahme und "outen" sich als Strauß-Anhänger. Manche regen einen "Kulturaustausch für Blasmusiker" an, andere bitten um die Entsendung einer Blaskapelle.

Superjahr 1989. Zum Jahresschluss spricht OB Hans Schröpf vom besten Jahr des Jahrzehnts. Besonders freut er sich über die gestiegene Einwohnerzahl, den Zuwachs an Arbeitsplätzen und die stark verbesserte Steuerkraft. "Jetzt haben wir die Chance, ins Zentrum Europas zu rücken."

Neue CSU-Schaltzentrale. Die Büros von Staatsminister Gustl Lang , MdB Simon Wittmann , der Stadtratsfraktion und der Bundeswahlkreis-Geschäftsstelle mit Georg Girisch warten ungeduldig auf das Ende der Umbau-Arbeiten in der in Asylstraße. Dort soll im ehemaligen Arbeitsamt das neue CSU-Info-Zentrum entstehen.

Offizieller Abschied. Als Anerkennung für dessen 37-jährige Arbeit als Stadtrat dankt OB Hans Schröpf seinem bisherigen Kollegen Hanns Ph. Nüßlein ganz offiziell. Dessen frühere Steh-Café-Gespräche mit Bürgern habe er oft bewundert. Zum Dank gibt es ein von Schwager Rudi Klaus geschaffenes Ölgemälde.

Zufriedene Marktkaufleute. Mit dem Wetter und dem Geschäft sind die Christkindlmarkt-Kaufleute hochzufrieden. Die Resonanz war bei den DDR-Besuchern besonders gut. "Wir haben mit ihnen interessante Gespräche gehabt. ,Kommt mit euren Buden doch auch mal zu uns', hieß es oft."

"Trabi" noch kein "Renner". Ein Weidener Autohändler bietet (noch) keine "Trabis" an, nimmt sie jedoch in Zahlung. Fritz Zwack dagegen fährt einen eigenen "Trabi" und kennt schon Kauf-Interessenten. Doch Karl Ach (ADAC) prophezeit der "Rauch-Kanone" keine große Zukunft.

33 Ausreißer . Jugendamtsleiter Alois Schröpf berichtet von immer mehr minderjährigen DDR-Jugendlichen, die "vom vermeintlichen West-Glanz geblendet" seien. "Wir betreuen bereits 33 Ausreißer. Ohne die Adressen der Eltern können wir diese jedoch nicht anschreiben."

Bahnarzt zieht um. Seit 1967 betreut Dr. med. Klaus Albrecht die Weidener Bahnerer. Sein Vorgänger in den 50er Jahren hatte im Jahr 4000 Patienten. Heuer sind es nur noch 800, die Albrecht ab sofort in seiner neuen Praxis in der Bahnhofstraße behandelt.

Vor 50 Jahren

Die Verdienste der SPD. Bei der Ortsvereins-Weihnachtsfeier würdigt OB Hans Schelter die Verdienste der SPD im nun hundertjährigen Ringen um Frieden und Gerechtigkeit. "Wir haben vor der Geschichte bestanden," resümiert der OB stolz.

Neues Café eröffnet. An der "Allee" eröffnet Bäckermeister Franz Schaller ein Café-Restaurant. Die drei getrennten Räume haben insgesamt 86 Plätze. Jetzt warten die Pächter Erika und Jürgen Schuhmacher auf viele Gäste.

Jugend-Filmclub gerettet? Trotz aller Verdienste droht dem Jugend-Filmclub das letzte Stündlein. Vorstand Dr. Herbert Walchshöfer verweist auf rote Zahlen. Nach vielen Protesten nimmt man schließlich das VHS-Angebot zur Weiterführung an. (tap)
Weitere Beiträge zu den Themen: Schröpf (1449)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.