Vor 25 Jahren
Es stand im Neuen Tag

"Momper"-Überraschung? SPD-OB-Kandidat Gerd Dreythaller hofft auf eine Überraschung wie der Regierende Bürgermeister Momper in Berlin. Eine "Momper-Frisur" hat er schon. Die CSU-Hochglanz-Broschüren bezeichnet er als "Mogelpackungen".

Streben nach Unabhängigkeit. Sein Gegner, OB Hans Schröpf , erwähnt ihn nur am Rande. Vielmehr betont er seinen Willen zur Unabhängigkeit. Sollte sich die Sitzverteilung im Stadtrat verschlechtern, will er über eine Pensionierung nachdenken.

Unwetter-Katastrophe. In der Nacht zum 1. März erlebt Weiden die schlimmsten Unwetter seit Jahrzehnten. Stadt-Brandrat Willi Fröhlich berichtet von 120 Notrufen. Am Hopfen-Weg und In der Weiding heißt es "Land unter." Josef Seebauer von der Polizei berichtet von 61 total gesperrten Straßen im Landkreis. Die Schäden sind noch völlig unabsehbar.

Nicolas Fritz verstorben. Der ehemalige Musik-Professor und Pionier der Städtefreundschaft Weiden-Issy wurde 85 Jahre alt. Er hat sich besonders für den Jugendaustausch eingesetzt. Der Weidener Ehrenbürger war auch Träger der Max-Reger-Medaille.

Schneefall statt Konfetti. Dem meterhohen Schneefall fällt der "Narrhalla"-Auftritt vor dem Alten Rathaus zum Opfer. Nach den spanischen Klängen der wetterfesten Stadtkapelle beenden Michaela I. und Uli I. ihre "närrische Herrschaft".

Erfolgreiche Rosstäuscher. Manfred Weiß (Flachglas) und Werner Rupp (Mitras) präsentieren Bürgermeister Günter Zwack ihren Schimmel, den Manfred Stahl und Uwe Heisig für den guten Zweck auf Trab gehalten haben. Schließlich ersteigern Walter Freytag und Rainer Klar im Mitras-Gebäude den "Zossen" für 1200 Mark.

Annonce der besonderen Art. In einer NT-Anzeige wendet sich der OB ausschließlich an Weidens Senioren. Er dankt ihnen dafür, "dass es uns so gut geht". Er will die Stadt für Senioren lebenswert erhalten. Dafür will er die Max-Reger-Schule zu einem Altenzentrum umbauen.

"Festung Wasserwerk". Auch die Münchner "Löwen" beißen sich mit ihrem neuen Trainer Karsten Wettberg die Zähne aus. 3500 Zuschauer bejubeln das 1:1-Ausgleichstor durch Asbeck . Die SpVgg-Fußballer bleiben daheim weiter unbesiegt.

Vor 50 Jahren

Bedauerliche "Absonderung". OKV-Vorsitzender Rudi Klaus bedauert sehr die "Absonderung" der neuen "Weidener Gruppe", für die doch auch im OKV Platz gewesen wäre. Um so erfreuter begrüßt er MdL Willy Schaller als neues Mitglied.

Mehr Gastarbeiter. Im Februar 1965 leben 1328 Ausländer in der Stadt. Davon sind 638 Frauen. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Griechenland (569), Türkei (303), Spanien (241) und Italien (85).

Auswanderer zu Besuch. Vor zwölf Jahren ist Willy Bauer , der Bruder von Stadtrat Hans Bauer , in die USA ausgewandert. Der Besitzer von drei Häusern und drei Autos urteilt bei seinem Besuch: "Meine Heimatstadt hat sich prächtig modernisiert und vergrößert." (tap)
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