Vor 25 Jahren
Es stand im Neuen Tag

Auf Nachfolger-Suche. Bei der Suche nach seinem Nachfolger verrät der scheidende SPD-Stadtrats-Fraktionsvorsitzende MdL Willibald Moser : "In den letzten Wochen musste ich mich schon über die eigenen Kollegen wundern." Und Michael Girke meint: "Wir müssen behutsam mit der eigenen Meinung umgehen."

Neue SPD-Spitze steht. Nach sechsstündiger Debatte wählen die SPD-Stadträte in einer Kampfabstimmung Josef Melch gegen den von MdB Ludwig Stiegler unterstützten Michael Girke mit neun zu vier Stimmen zum neuen Fraktionsvorsitzenden. Hans Hoffmann und Helmut Ruhland werden seine Stellvertreter. Gegen beide war Waltraud Koller mit 5:8 Stimmen unterlegen.

Frühlingsfest gerettet. Nach den letzten "Gerichts-Scharmützeln" darf die "Reichelbräu" den Festplatz bis 2001 nutzen. Vertragskündigungen sind nicht wirksam. Der Streit mit der "Bürgerbräu" wird im Mai weitergehen.

Verluste "am Fließband"? Der "Spiegel" meldet, dass die "Sonnenschein"-Chefin Marie-Luise Schwarz-Schilling "mit Millionen klotzt, die sie nicht hat". Schuld sei das neue Weidener Werk, das statt 35 Millionen Mark das Doppelte gekostet habe. "Jetzt rollen Verluste anstatt Batterien vom Fließband."

Kultur-Austausch geplant. Zunächst hatte ihr Lkw mit den Requisiten drei Reifenpannen. Doch die Aufführung des Annaberger Operetten-Ensembles begeistert das Publikum im Josefshaus umso mehr. Nach dem "Land des Lächelns" sprechen sich beide Seiten für einen regelmäßigen Kulturaustausch aus.

Die Polizei warnt. Kriminelle Schleuser nutzen den Fall des Eisernen Vorhangs. Sie karren Menschen aus der Türkei, Bangladesch und Sri Lanka in Lkw bis zur deutsch-tschechoslowakischen Grenze und machen dabei riesige Geschäfte.

Besuch aus Chile. Die aus Weiden stammende Steyler Missionarin Luise Spannl berichtet während ihres Heimaturlaubs über ihre Erfahrungen als Lehrerin. Bis zu 70 Kinder musste sie unterrichten und im christlichen Glauben voranbringen.

Absage. Kulturamts-Chef Bernhard M. Baron trifft bei der Vorbereitung der Literaturtage 1990 die Absage des weltbekannten 69-jährigen Stanislas Lem besonders hart. Auch Verleger Siegfried Unseld hat "auf Granit gebissen". Zwölf Autoren haben fest zugesagt.

Vor 50 Jahren

"Das größte Verbrechen". Mit dieser Überschrift warnen die Arbeitgeberverbände in einer NT-Anzeige: "Keine Gewinne bedeuten keinen guten Lohn, keine sicheren Arbeitsplätze und kein Mehr an Freizeit. Also nicht fragen: Gewinne zu hoch, sondern sind sie hoch genug?"

Zebrastreifen reduzieren. Weil es in Weiden sogar mehr Zebrastreifen als in Regensburg gibt, empfiehlt der Verkehrsausschuss ihre Reduzierung von 64 auf 29. Bürgermeister Striegl bekennt: "Wir haben wohl des Guten etwas zu viel getan."

Fernseh-Überraschung. Am 29. April 1965 stößt Fachmann Siegfried Kessler einen Freudenschrei aus. Auf seinem Bildschirm erscheinen völlig überraschend erste ZDF-Bilder. Dem Sender Rotbühl bei Amberg sei Dank! (tap)
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