Vor 25 Jahren
Es stand im Neuen Tag

Zwei Bürgermeister gewählt. Bei der konstituierenden Stadtrat-Sitzung werden Günter Zwack und Ernst Amberger zum zweiten und dritten Bürgermeister der Stadt Weiden gewählt. Lange Gesichter gibt es bei den SPD-Gegenkandidaten Josef Melch und Hans Hoffmann , weil sie nur 11 von 13 erwarteten Stimmen erhalten haben.

Zwack-Jubiläum. Der dienstälteste zweite Bürgermeister der Nachkriegszeit bekennt: "Es macht einfach Spaß. Ich möchte keinen Tag missen. An das OB-Amt habe ich nie ernsthaft gedacht. Aber ich mache noch bis 2002 weiter!"

Platz eins für Luise Nomayo. Den Kampf um den Spitzenplatz der Oberpfalz-Liste der "Grünen" für die kommenden Landtagswahlen gewinnt die 49 Jahre alte Hausfrau aus Hammerles gegen Stadtrat Jost Hess. Dank des Rotations-Prinzips beerbt sie MdL Prof. Dr. Armin Weiß.

Tauziehen mit Amberg. Weil OB Wolfgang Dandorfer ein "hervorragendes Grundstück" anbietet, sieht er Amberg vor Weiden bei der Standort-Entscheidung für eine Fachhochschule. "Außerdem repräsentieren unsere Stadt und der Landkreis mit 70 000 Einwohnern das größte Ballungsgebiet nach Regensburg." Auch er habe gute Beziehungen nach München.

Sindersberger-Pläne. Nach der Aufgabe seines "Wiener Cafés" im Alten Rathaus will Konditor-Meister Rainer Sindersberger im Stammhaus der Familie in der Sebastianstraße ein französisches Café eröffnen. Vorher wird er noch drei Wochen lang bei einem "Pâtissier" in Lyon in die Lehre gehen.

Nordtangente "wackelt". Die Regensburger Regierung und die heimische Naturschutz-Jugend haben Bedenken gegen die geplante Trasse. Denn sie würde durch Wasser- und Landschaftsschutzgebiete führen. Die Gutachter seien nicht neutral. OB Hans Schröpf hofft aber weiter.

Sperrung beendet. Nach einem Jahr Arbeit ist das Nadelöhr der Unterführung der Regensburger Straße ausgeweitet. Zusammen mit dem Rathaus-Chef freut sich darüber der Initiator, Ex-Stadtrat Karl Reil. Er darf als Erster durch die ehemalige Engstelle radeln.

Degenhardt-Gastspiel. Fast nur Ältere erleben im Jugendzentrum den singenden und schreibenden "Chronisten der Republik". Vor allem überzeugen seine zeitbezogenen Lieder mit ihren ironischen Texten.

Vor 50 Jahren

Frühlingsfest gestartet. Abends ist die Innenstadt leer. Alle wollen erleben, wie der Vertreter des OB, Bürgermeister Dr. Hanns Pietsch ,den ersten Schluck aus der "5-Liter-Liesl" trinkt. Für die musikalische Stimmung sorgt die Kapelle Blum .

Mode-Berufe 1965. Walter Lorenz vom Arbeitsamt nennt die Zahl von 137 Anwärtern für 25 Lehrstellen. Begehrte Berufe sind Elektro-Installateur, Schlosser und Feinmechaniker. Porzellan- und Glas-Berufe bleiben trotz Werbemaßnahmen wenig beliebt.

Fahnen für die Truppe. Alle Bundeswehr-Verbände erhalten jetzt eine Truppenfahne. In der Ostmark-Kaserne empfangen die Kommandeure des Feldartillerie-Bataillons 105 und des Versorgungs-Bataillons 106 die nagelneuen Fahnen. Sie werden bei allen militärischen Zeremonien zu sehen sein. (tap)
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