Vor 50 Jahren
Es stand im Neuen Tag

Bahnerer aus ganz Deutschland. OB Hans Schelter begrüßt die GdED-Gewerkschafter aus ganz Deutschland zu ihrer Fach-Konferenz in Weiden. Seit 1950 musste die Hälfte aller Ausbesserungs-Werke schließen. In der "Eisenbahner-Stadt Weiden" fühlen sich die Delegierten "pudelwohl".

Ein Stück weniger. Zwischen Ämter-Gebäude und Friedhof beseitigen Raupenbagger ein Stück Weiden: die sogenannten alten "Engelmann-Stallungen". Hier waren hölzernes Dresch-Gerät und zur Nazi-Zeit Segelflugzeuge der "Flieger-HJ" untergestellt.

Fußballer-Traumreise. An der Afrika-Reise der bayerischen Fußballmannschaft nimmt auch der Halblinke der SpVgg Weiden Manfred Linz teil. Der AW-Schlosser schießt sogar mehrere Tore für die Weiß-Blauen und schreibt dem NT aus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

Vor 25 Jahren

SPD-Wahlziele. Besondere Akzente will die SPD bei den Themen Umwelt, Verkehr, Soziales und Wohnungsbau setzen. Im Wahlkampf wollen die Genossen keine "Materialschlacht" schlagen. Mehr Sitze im Stadtrat sollen verhindern, dass an der SPD "vorbei regiert" werden kann.

CSU-Kritik. Die Einladung zu einem Gespräch wegen der Vorfälle im Jugendzentrum hat die CSU erst aus der Presse erfahren. SPD-OB-Kandidat Gerd Dreythaller habe seine "Finger im Spiel gehabt". Die Bekanntgabe seiner Privat-Telefon-Nummer habe Lothar Höher "das Fürchten lehren" sollen.

Solidarisch mit Dreythaller. Die SPD steht geschlossen hinter ihrem OB-Kandidaten, der Mitglied einer der kommunistischen DKP nahestehenden Gruppe gewesen sein soll. CSU-Fraktionschef Gerd Hofmann jedoch ist der Meinung, dass der Wähler wissen müsse, welche Person sich um das höchste kommunale Amt bewirbt.

Oppenauer-Initiative. Ex-FDP-Kreisvorsitzender Johannes Oppenauer wirbt für seine Idee "Frauen wählen Frauen". So würden sie im Stadtrat ohne Quotenregelung die Mehrheit erlangen. Er hofft jetzt auf die Wirkung seiner Plakate und Flugblätter.

Gustl Schneider will aufgeben. Seit 1978 führt der Schwimmvereins-Vorsitzende den mit 3794 Mitgliedern größten Weidener Sportverein. Im Februar will er jedoch nicht mehr kandidieren, weil ihm "zu viele Knüppel in den Weg geworfen" worden seien. Er hat sich in der Vergangenheit aber schon einmal "breit schlagen" lassen...

Käufer aus Thüringen. Täglich fahren bis zu sechs Busse aus Thüringen nach Weiden, um von den Winterschlussverkaufs-Preisen bei Witt zu profitieren. Die Idee hatte Organisator Wolfgang Witt. "Denn in Thüringen ist ,Witt-Weiden' immer noch ein Begriff."

400 Überstunden. Der Strom der DDR-Übersiedler wächst ständig. Karl Hoffmann berichtet von insgesamt 40 000 Erstaufnahmen, deren Bearbeitung schon zu 400 Überstunden bei seinen Mitarbeitern geführt hätten. Die bedrückende Situation in der DDR führe dazu, dass immer noch so viele Menschen ihre Heimat verließen.

Kulturelle Verdienste. Seit 1969 ist Hubert Schlegl Mitglied des Kultur-Ausschusses. Zu seinem 50. Geburtstag danken ihm Weidens Kulturschaffende: "Ohne ihn ist das Weidener Theaterleben nicht denkbar." (tap)
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