Vorerst keine Schließung

Die Gerhardingerschule bleibt zunächst bestehen. Das beschloss der Stadtrat. Allerdings sollen nun noch einmal alle sieben Grundschulen bewertet werden, dann könnte es doch noch Schließungen geben. Bild: Steinbacher

Die Gerhardinger Schule bleibt erhalten. Vorläufig zumindest. Am Montag wollte sich der Stadtrat auf keine Schließung festlegen. Stattdessen sollen alle Schulen noch einmal überprüft werden.

Die Diskussion dauerte rund zweieinhalb Stunden. Am Ende der nichtöffentlichen Stadtratssitzung stand jedoch nicht die Schließung der Gerhardingerschule, die viele Eltern befürchtet hatten. Stattdessen beschloss das Gremium einstimmig, alle sieben Weidener Grundschulen unter die Lupe zu nehmen. Erst im Sommer soll es dann eine Entscheidung geben, ob es zu Schließungen kommt oder ob alle Standorte zumindest mittelfristig erhalten bleiben, berichtet Oberbürgermeister Kurt Seggewiß.

Demnach will der Stadtrat für eine spätere Entscheidung den Schulentwicklungsplan als "Arbeitspapier" verwenden. Er dient als Grundlage, um anhand von Kriterien wie prognostizierter Schülerzahl oder Beförderungskosten alle sieben Bildungsstätten zu bewerten. Die Ergebnisse sollen der Schulbeirat und der Stadtrat vor der Sommerpause präsentiert bekommen. Dann soll ein Beschluss fallen.

Damit ist der Erhalt von Gerhardinger- und Hans-Schelter-Schule, die auch in der Diskussion stand, zumindest vorerst gesichert. Schließungen könnte es frühestens zum Schuljahr 2016/17 geben.

Das Gremium, bei dessen Sitzung Vertreter der sieben Schulleitungen und des Schulamtes anwesend waren, habe sich "nicht auf zwei Schulen fokussieren wollen". Außerdem sei so der Zeitdruck raus, begründet Seggewiß. Überhaupt seien in der Sitzung Zweifel an Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen laut geworden. Auch habe es Stimmen gegeben, die betonten, Weiden sei Bildungsstandort und müsse deshalb genau überlegen, ob es bei den Kleinsten kürze. Auch aufgrund solcher Einwände ist die Entscheidung wohl offengehalten worden.

Daneben wurde die Verwaltung laut Seggewiß beauftragt, Vorschläge für eine mögliche alternative Nutzung der Schulgebäude zu erarbeiten. Allerdings nicht nur für den Fall, dass die Schulen geschlossen werden. Sondern auch für den Fall, dass sie verkleinert bestehen bleiben und freie Räume bei laufendem Betrieb anders genutzt werden.

Ob Letzteres einen Ausweg zu Schließungen bereitet, ist freilich völlig offen. Das Thema ist ja nach der Sitzung vom Montag noch nicht vom Tisch, gibt auch Seggewiß zu bedenken: "Vielleicht ist es auch nur vertagt worden."
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