Vortrag bei Anti-Atom-Initiative
So klappt's mit dem Energiesparen

Ressourcenschonen beginnt mit Energiesparen, glaubt die BI gegen atomare Anlagen. Tipps dazu bekam sie von Matthias Rösch (Zweiter von rechts) vom Energietechnologischen Zentrum. Bild: Kunz
Energie erst gar nicht erzeugen zu müssen - das wäre doch der ressourcenschonendste Weg. Diese Überzeugung teilte am Dienstagabend die Bürgerinitiative (BI) gegen atomare Anlagen Weiden-Neustadt. Als Mitglied im Energie-Netzwerk Oberpfalz-Nord hatte die BI den Netzwerkmanager Matthias Rösch, Geschäftsführer des Energietechnologischen Zentrums (ETZ), zum Gedankenaustausch geladen.

Im Schützenhaus erläuterte Rösch seine Ideen zum Thema "Energiesparen - Energieverbrauch vermeiden". Dabei ging er nicht nur auf viele verschiedene Strategien zur Vermeidung von Verbräuchen ein, sondern informierte auch über die derzeitigen politischen Grundlagen zur Energiewende.

Im Hauptteil des Vortrages beleuchtete Rösch Energiespartipps, etwa den sparsamen Umgang mit Heizkörperventilen und die Bedienung der heimischen Photovoltaik-Anlage. Aller Beginn des Energiesparens bedeutet allerdings, dass man sich zuerst mit den eigenen Energieverbräuchen im Detail beschäftigen müsse, sagte er. Dazu könne man Strommessgeräte im ETZ zwei Wochen lang kostenlos ausleihen.

Wenn allerdings noch mehr Energie eingespart werden solle, komme man an Investitionen in moderne Technologien nicht vorbei. Rösch sprach dabei über bessere Energieeffizienz durch Gebäudedämmung und neue Heizanlagen sowie über den Kauf von stromsparenden Haushaltsgeräten. Sehr gute Anschaffungen seien neue hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen. Hier könne der Käufer mit Amortisationszeiten von drei bis vier Jahren rechnen. Und: Gerade bei so manchen Haushaltsgeräten müsse beim Kauf auf die Stromverbräuche geachtet werden. Mittlerweile könne ein neuer Fernseher mit der Energieeffizienzklasse "A" bereits einen 70 Prozent höheren Energieverbrauch haben, als ein gleichwertig großer Fernseher mit der Effizienzklasse "A+++".

Abschließend zog Rösch Bilanz. Bei vielen Energieverbrauchern dürfe "nicht am falschen Ende", also durch Festhalten an älteren Geräten, gespart werden. Mit neuen und erneuerbaren Technologien könnten sich hohe Einsparpotenziale ergeben.
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