Vortrag über die Arbeiten von Hans-Theo Baumann
Elite-Designer

Oberkonservator Dr. Josef Straßer (weißes Hemd) referierte über den Designer Hans-Theo Baumann. Bild: Kunz
Zu einem besonderen Rundgang durch "ihr" Museum luden die Freunde des Internationalen Keramikmuseums. Dabei gab es eine exklusiv Führung nur für Mitglieder und deren Bekannte. Dr. Josef Straßer, Oberkonservator an der Neuen Sammlung München, stellte die Arbeiten von Hans-Theo Baumann vor.

Wie zweiter Vorsitzender Jürgen Prüll betonte, handle es sich bei dem 1924 in Basel geborenen Baumann um ein "Urgestein des deutschen Designs". Dabei stellte Prüll vor allem auch den Bezug des Künstlers zur Region heraus. Die Porzellanmanufakturen in Arzberg und Waldsassen hätten mit Baumann zusammengearbeitet.

Dr. Straßer kannte Baumann persönlich und schilderte die eine oder andere Anekdote. Baumann zähle zu den Protagonisten, die nach dem Zweiten Weltkrieg das Wesen des "Made in Germany" mitgeprägt hätten. 1959 habe Baumann den Verband Deutscher Industrie-Designer mitbegründet. Er habe mit der Elite der deutschen Porzellanindustrie zusammengearbeitet.

Baumann habe bei Philipp Rosenthal gearbeitet, weilte in Indien und Japan. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang habe Baumann das deutsche Design geprägt. Sein Markenzeichen: klare, zeitlose Formen, hohe Funktionalität und ein ganzheitlicher Ansatz, der seine breitgefächerten Werke charakterisiere.
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