Vortrag über die Kunst, online immer ganz oben zu stehen
Sich wiederfinden in der Suchmaschine

Die Web-Seite sollte wohl besser ein Profi wie Bernhard Ollefs (Bild) gestalten, will man als Internet-Händler ganz oben bei den Suchanfragen in der Suchmaschine erscheinen. Bild: sbü
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
30.10.2014
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Als Kunstrichtung zählt der Begriff noch nicht, aber eine Kunst ist sie schon. Suchmaschinenoptimierung (SEO) nennt sich die schwierige Aufgabe, in der Suchmaschine von Google ganz oben in der Link-Liste zu erscheinen.

Es reiche dabei aus, sich nur mit der Google-Suchmaschine zu befassen. Sie habe einen Marktanteil von über 97 Prozent. Diese und auch viele andere wichtige Informationen zum Thema SEO erläuterte Bernhard Ollefs, Abteilungsleiter für Online-Marketing der Witt-Gruppe. Eingeladen hatte die Stadt Weiden zu einem "exklusiven Seminar für Unternehmer und Existenzgründer" in den Weidener Technologie-Campus (WTC). Nur 25 Teilnehmer waren zugelassen.

Der Referent arbeitet als selbstständiger Unternehmer nicht nur für Witt, sondern betreibt auch einen eigenen "Online Marketing Service". Wie wichtig professionelle Hilfe ist, um das Suchmaschinenergebnis für das eigene Unternehmen zu optimieren, wurde den Zuhörern rasch deutlich. Zahlreiche Online-Händler aus der Region waren gekommen. Experte Ollefs zeigte ihnen die Stärken und Schwächen ihres individuellen Online-Auftritts sehr deutlich auf. Aus Sicht des Online-Profis überwogen dabei meistens die Fehler.

Zum Beispiel beginnt die Überschrift eines Onlineshops für Uhrenarmbänder mit dem Begriff "Willkommen". Somit greife die Suchmaschine auf diesen Begriff zu, der in keinem Zusammenhang mit dem eigentlichen Produkt steht, erläuterte Ollefs dem betroffenen Online-Unternehmer. Einem Online-Kaffee-Shop aus Vohenstrauß wurde empfohlen, die Einzelprodukte nicht zu verstecken, sondern ganz oben in der "Headline" zu platzieren.

Hintergrund aller Empfehlungen zur SEO ist also das "Keyword im Onlineauftritt", das für die Suchmaschine zentrale Bedeutung hat. Deshalb müsse vor der Gestaltung der Web-Seiten unbedingt die "Keyword-Analyse" betrieben werden. Hierfür gibt es "Tools". Mit ihnen wird festgestellt, wie oft von den Nutzern ein bestimmter Begriff aufgerufen wird. Und da seien manchmal kleine Nuancen wichtig. Als Beispiel nannte Ollefs das Wort "Jacke". 8100 Mal wurde es gesucht. "Jacken" dagegen satte 18 100 Mal. Deshalb müsse man sich im Internetauftritt auf Schlüsselwörter konzentrieren, die "die meisten Kunden bringen", empfahl der Experte.

Aber auch andere Faktoren seien für Google wichtig: "Das Hauptkeyword muss vorne stehen und der Shop-Name hinten." Oder: "Beschreibungen müssen kurz und knapp sein, denn Google liest nur 185 Zeichen." Wer in den sozialen Netzwerken besonders viele "Verlinkungen" auf seine Webseite habe, sei für Google "wertvoller", sagte Ollefs. Auch Ladezeiten der "Unterseiten" spielten eine Rolle. "Keinesfalls darf gegen Google-Regeln verstoßen werden, denn werden Keywords gesperrt, drohen Umsatzeinbrüche."
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