Vortrag von Dr. Manfred Hausel zur Organspende
Im Tod Leben schenken

Eine eindringliche Botschaft lautet: Keiner wartet gerne, nicht auf den Bus oder Zug und schon gar nicht auf ein lebensrettendes Organ. Organspende geht jeden etwas an. Jeder kann betroffen sein. Deshalb sollte jeder darüber nachdenken und seine Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentieren.

Zu dem Thema "Leben retten durch Organspende" referierte Dr. Manfred Hausel bei der KAB Weiden-Ost (Katholische Arbeitnehmer Bewegung). Jeder könne durch einen Unfall oder durch schwere Krankheit in die Lage geraten, auf eine Transplantation angewiesen zu sein. In Deutschland würden etwa 11 000 Menschen auf ein Spenderorgan warten. "Jahr für Jahr sterben viele Patienten, die möglicherweise hätten gerettet werden können, wenn ein Spenderorgan zur Verfügung gestanden hätte", erklärte Hausel.

Auch Menschen über 70 Jahre könnten Organe spenden. Voraussetzung sei, dass das Spenderorgan ausreichend gut funktioniert. Es handle sich immer um Einzelfallentscheidungen. Wer sich selbst entscheide, erspare seinen Angehörigen im Ernstfall die Not einer Entscheidung. "Es ist wichtig, dass jeder auch mit seinen Angehörigen über seine Entscheidung zur Organspende spricht."

Ausweis immer mitführen

Der Organspenderausweis soll die persönliche Entscheidung schriftlich dokumentieren und sollte immer mitgeführt werden. Es sei auch möglich, die Papiere bei Angehörigen oder einer anderen Vertrauensperson zu hinterlegen. Wenn bei einem Verstorbenen der Hirntod zweifelsfrei von zwei Ärzten festgestellt werde und eine Zustimmung zur Organspende vorliege, werden die erforderlichen Laboruntersuchungen und medizinischen Tests durchgeführt.

Die Angehörigen könnten sich nach der Organentnahme in jeder gewünschten Weise vom Verstorbenen verabschieden. Der Leichnam werde "in würdigem Zustand zur Bestattung übergeben".
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