Vortrag von Dr. Ute-Heide Kleppik über Allergien im Maria-Seltmann-Haus
Im Darm beginnt das Problem

Dr. Ute-Heide Kleppik will die Ursachen der Allergien und nicht nur die Symptome bekämpfen. Bild: sbü

Allergien zählen zu den am weitesten verbreitetsten Krankheitsbildern. Statistiker sagen, jeder Dritte leidet darunter. Wie sie entstehen und wie sie bekämpft werden können, darüber referierte Dr. Ute-Heide Kleppik im Maria-Seltmann-Haus.

(sbü) Nicht zum ersten Mal hat die Ärztin aus Parkstein mit Erkenntnissen aus einer ganzheitlichen Medizin ihre Zuhörer fasziniert. Ihre Vorträge gehören zu den Höhepunkten im Programm der Einrichtung.

Falsche Ernährung

Die Ursachen für Allergien liegen im Darm und werden dort durch falsche Ernährung ausgelöst. So lautete die Kernaussage des Vortrags von Dr. med. Ute-Heide Kleppik zum Thema "Allergie, eine irregeleitete Abwehrreaktion des Körpers". Systematisch zeigte die erfahrene Medizinerin und Leiterin des Parksteiner Instituts für Positive Lebensführung auf, wie Allergien entstehen und wie sie bekämpft werden können. Und ganz nebenbei gab es auch noch zahlreiche Tipps für eine gesunde Lebensführung.

Keine Reiß-Zähne

Selbstkritisch und offen berichtete Kleppik von Fehlern der Schulmedizin, die sie in ihrer Vergangenheit auch selbst begangen habe. Eine zentrale Feststellung gilt für Kleppik ganz generell in der Medizin: "90 Prozent unserer Erkrankungen entstehen durch falsche Ernährung." Hieraus folgert Kleppik auch ihre Erklärung für die Entstehung von Allergien. Der Mensch habe sich zunächst als Pflanzenfresser entwickelt, deshalb habe er auch dessen Verdauungssystem in Form des langen Darms und Zähne zum Kauen und nicht zum Reißen.

Wegen unzureichender Zufuhr von natürlichen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen würden unsere Verdauungsorgane nicht genügend Enzyme produzieren, um Nahrungsmittel aufzuspalten. So komme es zu Fäulnisbakterien und Pilzen und zur Entzündung der Darmschleimhaut. Histamin, der Stoff der Allergien auslöst, werde nicht mehr abgebaut. Die Darmwand wird durchlässig und nicht vollständig verdaute Nahrungsreste gelangen ins Blut. Die Bildung von Immunzellen ist gestört, so entstünden allergische Reaktionen wie Juckreiz, Atemnot, Koliken, Entzündungen und vieles andere.

"Pollen- oder Nahrungsmittelallergien beginnen im Darm", sagte deshalb Kleppik. Auch Stress löse Histamin aus, und wenn es nicht abgebaut werde, könnten allergische Reaktionen entstehen. Die Darmschleimhaut habe die gleichen Nervenzellen wie das Gehirn. Serotonin werde zu 90 Prozent im Darm produziert, deswegen nähmen auch Depressionen dort ihren Ausgang. Ausgangspunkt aller Allergie-Therapien sei die Darmsanierung, keinesfalls die Hyposensibilisierung der Schulmedizin.

Bitte Wasser ohne

Den Aussichten auf rasche Heilung von Allergien erteilte die Medizinerin eine Absage. "So viele Jahre wie die Krankheit andauerte, so viele Monate braucht ihre Heilung." Über Darmreinigung solle die Darmschleimhaut wieder aufgebaut werden. Und dann zählte Dr. Kleppik eine lange Reihe von Substanzen mit positiver Wirkung auf Darm und Immunsystem auf: Kollostrum, Vitalpilze wie Reishi, Agaricus, Cordyceps und Shiitake. Bei Histamin-Intoleranz sollten Thunfisch, Sauerkraut, Sojasauce, Aspartam-Süßstoff oder Roquefort-Käse gemieden werden. Wasser ohne Kohlensäure sei ein natürliches Antihistamatikum.
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