Wäre der Ort Weiher noch eigenständig und könnte der Gemeinderat die Bürgermedaille oder gar Ehrenbürgerschaft verleihen - Edi Birner und seine Frau Ingrid stünden ganz weit oben auf der Anwärterliste. Zweieinhalb Jahre haben beide unermüdlich an ihrem Buch "Dorf- und Hofg'schichten aus Weiher und Kricklhof" gearbeitet.
Wie es im Dorf einst zuging

(u) Im Sommer vergangenen Jahres war das Werk vollbracht: Das 299 Seiten starke Buch mit seinen 566 Geschichten, 1177 Fotos und 205 Sterbebildern konnte erscheinen. Jeder alteingesessene Bauernhof und jedes neue Siedlungshaus sind darin verewigt und mit ihren Besitzern und Familien detailliert beschrieben. In Weiher, Kricklhof und darüber hinaus stieß das Werk auf äußerst positive Resonanz.

Ortssprecher Karl Hanauer und Bauernverbands-Ortsobmann Laurenz Beck war es ein Herzensanliegen, den Birners die Anerkennung der Dorfgemeinschaft Weiher-Kricklhof für ihre "einzigartige Leistung" auszusprechen. Hanauer wie Beck betonten, dass das Ehepaar mit dem Verfassen der Dorf- und Hofg'schichten Großartiges geschaffen habe.

Jahrelange Kleinarbeit

Alle Weiherer und Kricklhofer zollten den Autoren höchsten Respekt für die jahrelange Kleinarbeit beim Sammeln der Daten und Geschichten. Laurenz Beck: "Euer Buch ist einmalig in der ganzen Umgebung. Ich glaube kaum, dass es im Landkreis Vergleichbares gibt." Hanauer und Beck überreichten einen Blumenstrauß und einen Geschenkgutschein.

Lustig und traurig

Edi Birner erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Buches. Er habe seiner Ingrid immer wieder begeistert von persönlichen Erlebnissen und Begebenheiten - lustigen wie traurigen - aus seiner Kindheit und Jugendzeit erzählt. Schließlich habe seine Frau ihn aufgefordert, seine Geschichten niederzuschreiben und der Nachwelt zu hinterlassen. Angedacht waren zunächst Aufzeichnungen, die sich rund um die Familie Birner und ihren Modl-Hof drehen.

Wert legte Birner darauf, dass das Buch keine Chronik ist. Vielmehr enthalte es alte Postkarten, lustige Wirtshaus-, Stammtisch- und Hofgeschichten, aber auch dramatische Ereignisse, die sich in Weiher und Kricklhof seit etwa 1800 zugetragen haben. Unterlagen aus dem Stadtarchiv Amberg habe man genauso eingearbeitet wie alte Zeitungsberichte.

Die Weiherer und Kricklhofer Bevölkerung habe ihn beim Zusammentragen der Unterlagen optimal unterstützt. Die Bürgen hätten alte Dorfaufnahmen, Geschichten aus ihren Familien oder Hofdaten mit Bildern, Hochzeitsfotos und Sterbebilder beigesteuert.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.