Wahlen beim Kreisverband des Soldatenbunds
Neue Schriftführerin rettet alten Vorstand

Claus Fiedler (rechts) ist der alte und auch der neue Vorsitzende des Kreisverbandes Weiden des Bayerischen Soldatenbundes. Bild: hcz
Claus Fiedler vom Kreisverband Weiden des Bayerischen Soldatenbunds (BSB 1874) hatte mit seinem Rücktritt gedroht, fände sich kein Schriftführer. Marianne Richter erklärte sich schließlich bei der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim "Almrausch" bereit, den Posten zu übernehmen. Sie wurde einstimmig gewählt. In der Folge bestätigten die Mitglieder von fünf Soldatenkameradschaften auch Fiedler für weitere drei Jahre im Amt. Sein Vertreter bleibt Josef Lang.

Wiedergewählt wurden außerdem die Kreisschießwarte Karlheinz Klein jun. und Karl-Heinz Klein sen. sowie Maria Hofmann als Heimatringdelegierte und Harald Habermann als Kassenrevisor. Als weiterer Kassenrevisor ist Sigi Wild neu im Amt.

Ade, Traditionsräume

Kreisvorsitzender Fiedler berichtete von den Geschehnissen im vergangenen Vereinsjahr. Am bedauernswertesten sei der Auszug aus den BSB-Traditionsräumen in der Asylstraße gewesen. Da die Stadt das Gebäude an einen privaten Investor verkauft habe, seien die Räume, in denen wertvolle und geschichtsträchtige Stücke aus der Historie der Weidener Soldatenkameradschaften aufbewahrt wurden, "nun Geschichte". Die "7er-Kameradschaft", die Kameradschaft "1883 Rothenstadt", die "Technischen Truppen", die "1897er" und die Marinekameradschaft hätten ihre Erinnerungsstücke übernommen und privat eingelagert oder entsorgt. Zusammen zählten die Gemeinschaften 565 Mitglieder - ein "gehöriger Aderlass gegenüber 2014". Damals seien es noch 590 Mitglieder gewesen.

"Schande für die Stadt"

Zweiter Kreisschießwart Klein sen. berichtete, dass auch die Anzahl der aktiven Schützen rückläufig sei. Gegenüber dem Vorjahr sei ihre Zahl um 7 auf 56 zurückgegangen. Trotzdem habe man schöne Erfolge beim Kreis- und beim Landesschießen eingefahren, auch die Einführung der Disziplin "Luftpistole aufgelegt" habe sich bewährt. Die Schießkasse hatte, ebenso wie die Kasse von Kreiskassier Lang, ein Plus zu verzeichnen.

Als "Schande für die Stadt Weiden" bezeichnete Bezirksvorsitzender Horst Embacher das Aus für die Traditionsräume. Er berichtete von der Wahl eines neuen Landesschießwarts und mahnte Zusammenhalt der Kameradschaften im Kreisverband Weiden an. Heimatringvorsitzender Günther Magerl wünschte der neuen Vorstandschaft eine "glückliche Hand". Stadtrat Hans-Jürgen Gmeiner überbrachte die Grüße des OB und den Dank für die Arbeit. Gerd Müller, Beauftragter des Volksbunds Kriegsgräberfürsorge, zeigte Beispiele für die Friedensarbeit seiner Organisation auf.
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